Ein Wärter über Ärger im Knast «Nur die Spitze des Eisbergs»

Bei jeder Schicht haben sie im Knast mit Kriminellen zu tun. Dabei müssen sie die eigenen Regeln befolgen und dennoch menschlich handeln. Wie schwierig der Job des Gefängnis-Aufsehers ist, erzählt ein Wärter jetzt unverblümt.

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Der Ausbruch einer Aufseherin mit ihrem Häftling ist schlechte Werbung für die Gefängniswärter in der Schweiz. Diverse BLICK-Anfragen zum Alltag der Aufseher bei verschiedenen Gefängnissen ergaben gestern nur die einsilbige Antwort: «Im Moment möchten wir kein Porträt und dazu auch nichts sagen.»

Ein Wärter meldete sich anonym zu Wort: «Wir haben uns geärgert, dass wir professionell Arbeitenden in denselben Topf geworfen werden.» Der Aufseher kennt das Dilemma der Gefängnisangestellten: «Vor allem in den kleineren Untersuchungsgefängnissen, wo täglich Häftlinge kommen und gehen, herrschen grosse Probleme.»

Oft geraten die Wärter dabei mit Ausländern in Konflikt: «Wir erleben schlimme Sachen. Beschimpfungen, Anspucken, Tätlichkeiten. Es gibt sogar Häftlinge, die streichen ihren Kot an die Zellenwand. Allein, um uns zu ärgern.» Und weiter: «Das ist nur die Spitze des Eisbergs, den die Politik im Moment lieber nicht der Öffentlichkeit zeigen will.»

Dass sich eine Aufseherin allerdings in einen Häftling verliebe, sei immer noch eine Seltenheit. «Vielleicht liegt es an ihrem Faible für kriminelle Gestalten», so der Aufseher.

Publiziert am 16.02.2016 | Aktualisiert am 16.02.2016
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Psychologe nimmt Stellung zum Limmattaler-Gefängnisausbruch «Angela wird sich stellen»

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47 Kommentare
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    16.02.2016
    Die eigentlichen Schuldigen sind in der Politik zu suchen - jeder Kanton hat ein Interesse in Sachen Knast möglichst sauberer dazustehen als der Nachbarkanton - die Problemfälle der letzten Jahren im Kanton Bern über das Führen von Strafanstalten hat dies eindrücklich aufgezeigt!
  • Rolf  Rossi aus Buchs
    16.02.2016
    Vielleicht sollten wir dem Sheriff Joe Arpairo, Leiter vom Maricopa County Gefängnis ein Angebot machen... Da werde sogar unsere sozialfuzis ihre Freude habe, Gefangene in rosa Unterwäsche sehen doch sexy aus....
  • Philipp  Rittermann 16.02.2016
    ...schaut euch mal beispielsweise einen türkischen knast an...und dort intressiert sich kein schwein für die hier so vielgepriesenen "menschenrechte". natürlich, die wahrheit liegt in der mitte. es ist aber zeit, dass die kuscheljustiz hier unterbunden wird. nebst der ausreichenden sicherheit in den knästen, sollten wir mal mit dem ausmisten der 76 Prozent ausländern beginnen, welche hier eingelocht sind. somit ist auch hier die DI äusserst hilfreich.
  • Fridolin  Glarner-Walker aus Genf
    16.02.2016
    Im Artikel geht es um den Ärger im Knast, doch viele Leserbriefe zielen auf die Durchsetzungs-Initiative. Auch bei einem JA kommen diese Leute zuerst mal in den Knast und wer sich dort unflätig benimmt, sollte dies viel härter zu spühren bekommen. Diese Initiative bringt jedoch nur Ungerechtigkeit und langwierige teure Prozesse auf Kosten der Steuerzahler, denn die meisten Verfahren werden dann wohl bis zur letzten Instanz weitergezogen.
    • Daniel  Weilenmann aus Zürich
      16.02.2016
      Wieso denken Sie, dass das unser Strafsystem einen Asylanten/Ausländer "Knastiert" werden soll? Kostet nur Geld. Sofort ausweisen. bitte.
    • Fridolin  Glarner-Walker aus Genf
      16.02.2016
      Herr Weilenmann, 75 Prozent dieser ausländischen Straftäter sind Kriminaltouristen ohne Wohnsitz in der Schweiz. Die würden sich ins Fäustchen lachen wenn man sie nur ausweisen würde, denn am nächsten Tag wären die wieder hier. Eine richtige Abschreckung wäre, wenn sie die Strafen in den Gefängnissen ihrer Heimat absitzen müssten. Für uns käme dies wesentlich billiger und dort wüssten die Leute sicher besser als wir, wie man mit ihnen umgeht.
  • Markus  Immer aus Dumagete
    16.02.2016
    Ich bin für "Bootcamps"!