Ein Nein von Giezendanner, ein Jein von Baader

  • Publiziert: 18.11.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

AARAU/LIESTAL – SVP-Nationalrat Giezendanner verzichtet auf eine Bundesratskandidatur. Sein Baselbieter Kollege Caspar Baader würde nicht gegen Blocher antreten.

Er gilt als Vertreter des «Spuhler-Flügels» in der SVP, will die Oppositionsrolle lieber früher als später abgeben und hält nicht viel von einer erneuten Bundesrats-Kandidatur des SVP-Übervaters Christoph Blocher. Doch selber will der Aargauer Transportunternehmer Ulrich Giezendanner nicht in die Hosen steigen: Er stehe für eine Kandidatur nicht zur Verfügung, sagte der 55-Jährige laut «Tages-Anzeiger» heute.

Die Aargauer Kantonalpartei verzichtet demzufolge auf eine eigene Nomination. Giezendanner zeigte sich überzeugt vom Kandidaten der Berner SVP Adrian Amstutz. Er selbst wolle sich weiterhin neben der Politik auch auf die Führung seines Unternehmens konzentrieren.

Baader will keine Majestäts-Beleidigung

Mit Caspar Baader, dem Chef der SVP-Bundeshausfraktion, hat sich heute ein anderer Favorit zur Sache geäussert. In die Karten schauen liess sich der Baselbieter Nationalrat allerdings nur sehr bedingt: Es sei zu früh zu einer allfälligen Nomination Stellung zu nehmen, sagt Baader. Eins machte er aber klar: «Ich trete nicht gegen Christoph Blocher an.»

Blocher habe enorme unternehmerische, militärische und politische Führungserfahrung, und die Schweiz stehe vor einer schwierigen Zeit. Baader glaubt daher, eine Nomination Blochers sei richtig: Dieser «ist fähig, das Amt zu führen». (SDA/bih)

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