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Mit Risiken Macht der Getränkemulti aus Österreich viel, viel Geld – der clevere Red-Bull-Erfinder Dieter Mateschitz ist längst mehrfacher Milliardär.
Ist das Geschäft mit dem Adrenalin-Kick denn verwerflich? Nicht, wenn man die Risiken als das behandelt, was sie sind: Es kann etwas passieren. Und für den Fall, dass etwas passiert, sollte man vorbereitet sein. Man sollte wissen, was man im Ernstfall tut. Und man sollte wissen, was man im Fall der Fälle sagt.
Nichts von dem scheint Red Bull befolgt zu haben. Zeugen, die Ueli Gegenschatz am Mittwoch vom Sunrise Tower springen sahen, wunderten sich, dass niemand den Landeplatz eindeutig abgeriegelt hatte. Dass kurz vor dem Sprung von «ungünstigem Wind» die Rede war. Dass offenbar keine Sanität bereitstand.
Sechs Fragen schickte SonntagsBlick dem Getränkemulti. Der Chef wollte sie nicht beantworten. Auch der Pressesprecher nicht. Die Redaktion erhielt nur ein dürres Statement von vier Sätzen.
Auf der Schweizer Internetseite von Red Bull – dort, wo sich die Marketing-Strategen sonst so gern austoben, suchte man bis gestern Abend vergebens ein Wort der Trauer über den schrecklichen Unfall von Ueli Gegenschatz. Wie immer ist dort alles wild und süss und schön.
Dass die wilden Werbeideen für einen wilden Energy-Drink innerhalb kurzer Zeit zwei Tote fordern, ist bitter.
Aber es ist dieses Schweigen, das Red Bull ungeniessbar macht.
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Phillipe Pfister, stv. Chefredaktor SonntagsBlick.