«Eiger wird schnell zur Mordwand»

  • Aktualisiert am 13.01.2012

GRINDELWALD – Der Eiger wurde zu ihrem Grab. Zwei junge Schweizer erfroren beim Abstieg, konnten nicht mehr gerettet werden. Sie waren zu forsch, sagt Bergsteiger-Legende Reinhold Messner.

Der berühmte Bergsteiger Reinhold Messner äusserte sich heute im Interview mit dem Radiosender «Radio 1» zum Eiger-Drama. Fabian (†22) und sein Bergsteiger-Kollege erfroren auf 3800 Meter Höhe (Blick.ch berichtete). Die Wetterverhältnisse waren zu schlecht, den Abstieg schafften die beiden jungen Kletterer nicht mehr.

Reinhold Messner geht davon aus, dass die beiden die Wetterverhältnisse unterschätzt haben. Die Wetterverhältnisse seien bei der Beurteilung einer Tour wichtiger als die Schwierigkeitsgrade, so Messner.

Jüngere Bergsteiger würden dabei eher forsch auftreten und davon ausgehen, auch Sturm und Schneefall meistern zu können. Genau dann aber werde die Eiger-Nordwand «zur Mord-Wand», so Messner. Die Kunst des Bergsteigens sei das Management des Risikos. Das könne man nicht in ein, zwei Jahr lernen. (num)

«Jeder hat das Recht in die Wand einzusteigen»: Reinhold Messner.- RDB

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