Ebola: Bühler-Mitarbeiter in Quarantäne Erste Schweizer Firma betroffen

Der Mann der Ebola-Krankenschwester arbeitet bei Bühler in Spanien. Bühler reagierte sofort und sprach die Gefahrenstufe 3 'Extreme medical risk' für Madrid aus.

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Die Meldung ging um die Welt: Die spanische Krankenschwester Teresa Romero Ramos (44) ist das erste Ebola-Opfer Europas. Die Frau pflegte in einem Spital in Madrid zwei todkranke Missionare aus Sierra Leone. Als sie ihre Schutzkleidung auszog, streifte ein Handschuh ihr Gesicht.

Dabei sprang das Killervirus auf sie über. Was erst jetzt bekannt wird: Der Ehemann von Romero Ramos ist ein Angestellter des Schweizer Maschinenbauers Bühler aus Uzwil SG. Firmensprecher Burkhard Böndel bestätigt BLICK-Infor­mationen.

Javier Limon ist Fach­arbeiter bei der Bühler-Nieder­lassung in Madrid. Seit vorletztem Montag ist er in Quarantäne. Seine Frau hatte mit ihm und 30 weiteren Personen Kontakt, als sie bereits krank war.

Bislang brach die Krankheit bei Javier Limon nicht aus. Bühler-Sprecher Böndel: «Wir hoffen mit unserem Kollegen Javier Limon, dass er weiterhin symptomfrei bleibt und bald aus der Quarantäne entlassen werden kann.

Auch seiner Frau wünschen wir alles Gute.» Ihr Zustand sei kritisch, aber stabil.

Den Hund des Paares, Excalibur (10), schläferten die Behörden ein – trotz heftiger Proteste von Tierschützern. Für die rund 100 Bühler-Mit­arbeiter in Spanien bestehe keine Gefahr, sagt Böndel.

Gefahrenstufe 3 für Reisen nach Madrid

Dennoch: Für Reisen nach Madrid hat der Schweizer Konzern die Gefahrenstufe 3 ausgesprochen. Dies als Vorsichtsmassnahme, um einen Überblick zu erhalten über die Reisetätigkeit der Mitarbeiter und - abhängig von der Situation - entscheiden zu können. Dieselbe Stufe haben bei Bühler nur noch die Ebola-Länder Liberia, Sierra Leone, Guinea und Nigeria.

«Wir zwingen oder drängen unsere Mitarbeiter in keinem Fall zu beruflichen Reisen in diese Länder», sagt Böndel. Erklärt sich ein Angestellter trotz des Risikos bereit, muss ein Mitglied der höchsten Führungsstufe sein Einverständnis geben.

Böndel: «Es kommt vor, dass Reisen nicht genehmigt werden.»

Auch andere Schweizer Unternehmen haben Reisebeschränkungen erlassen. Der Basler Pharma-Multi Novartis hat seinen Angestellten Trips nach Guinea, Sierra Leone und Liberia verboten. «Für Geschäftsreisen nach Nigeria, in die Demokratische Republik Kongo und nach Senegal gelten Restriktionen», sagt Sprecher Satoshi Sugimoto.

Und auch die Grossbank UBS erliess laut dem Nachrichtenportal finews.ch ein Reiseverbot für die von der Ebola-Seuche betroffenen Länder in Westafrika.

Nestlé hat alle Mitarbeiterreisen nach und in die Region «strikt auf das absolut Notwendigste» beschränkt. Der Nahrungsmittel­konzern beschäftigt in Westafrika rund 2700 Angestellte.

Andere Schweizer Firmen wie der Schoggihersteller Barry Callebaut richten sich strikt nach den Empfehlungen der Behörden. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät von nicht dringenden Reisen in die Seuchenregion ab.

Publiziert am 18.10.2014 | Aktualisiert am 18.10.2014
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25 Kommentare
  • heinz  burkhard 18.10.2014
    a ha so so muss ich zum optiker oder ist das fenster tatsächlich offen ? oder hat man ein neues quarantäne mittel gefunden ?!
  • Burkhard  Böndel aus Mettmann
    18.10.2014
    Guten Tag, hier schreibt Burkhard Böndel, Mediensprecher der Bühler AG. Wir vollstes Verständnis für die Boulevard-gemässe Zuspitzung des Blick.
    Deshalb möchten wir folgendes nochmal betonen:
    1 Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiten geht über alles
    2 Es hat für unsere Mitarbeitenden in Madrid zu keinem Zeitpunkt ein Risiko bestanden
    Wir sind in engem Kontakt und gedanklich bei unserem Kollegen und seiner Frau und hoffen für Sie auf einen glücklichen Ausgang.
    • Manfred  Walter 18.10.2014
      Nr 1 glaube ich Ihnen. Nr. 2 ist ein typischer Spruch vor dem Horror.
  • Esther  Frank 18.10.2014
    Ich denke, es ist jetzt genug Panik geschürt worden unter der Bevölkerung. Alle wissen jetzt, dass es eine erst zu nehmende Krankheit. Also hört endlich auf mit reisserischen Titeln, von denen es vielen Bürgern schon am frühen Morgen übel wird! Es ist bestimmt nicht die Aufgabe der Presse, die Schweizer in Angst und Panik zu versetzen. Infos und Aufklärung auf sachlicher Ebene sind gefragt, Panikmache ist total daneben!
  • Heinz  Knauser aus Bern
    18.10.2014
    Eines erstaunt mich immer wieder.
    Hilfe wird vom Bundesrat angesagt und der Hilfs Apparat beginnt zu laufen.
    Millionen werden sofort bereit gestellt.
    Zwischendurch gehen noch 15 Millionen nach Bulgarien.
    Ja für alles scheint der Bundesrat ein Kässeli zu haben.
    Nur nicht für die eigene Bevölkerung und deren Sicherheit.
    So war groß angekündigt:
    Die AHV Rente wird angeglichen.
    Was kam heraus?
    Genau Fr. 5 für die untersten AHV Bezüger.
    Der Rest geht leer aus.
    Es ist zum Kotz......
    • marcel  klaus aus schmitten
      18.10.2014
      Unterste Schublade vom BR. Am liebsten würde er auf die Rentner schiessen, die alle hart geschuftet haben ein Leben lang. Diese Regierung ist voll kaputt und zeigt kein Interesse am eigenen Volk.
  • Klick  Michweg 18.10.2014
    Dient wohl der Volks Dezimierung! Es braucht ja nur Steuerzahler! Alle anderen sind bloss Kostenfaktoren.
    • August  Sommerhalder aus Amriswil
      18.10.2014
      Die grössten Unkostenfaktoren sind die Saläre unserer beamteten Feudalkommunisten, die auf Kosten des produktiv arbeitenden Steuerzahlers wie Fürsten leben.