Basejumper und Bergsteiger Drei Tote bei Sport im Gebirge

BERN - Übers Wochenende sind bei sportlichen Betätigungen in den Schweizer Bergen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Im Berner Oberland starb ein Basejumper, die beiden anderen Opfer stürzten beim Bergsteigen ab.

  • Publiziert: 12.08.2012
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Basejumper im Berner Oberland (Symbolbild).

(Keystone)

Ein 28-jährige Basejumper aus Österreich sprang am Samstagmorgen am Unteren Tatelishorn in der Gemeinde Kandersteg BE von einer Absprungstelle in die Tiefe. Nach einem problemlosen Flug im freien Fall verdrehte sich sein Schirm beim Öffnen.

Der Mann schlug nach Polizeiangaben mehrmals gegen die Felswand und prallte schliesslich auf einen Felsvorsprung. Die Rega-Notärztin konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Tod unter Felswand

Am Zerveilahorn oberhalb von Vals GR stürzte am Samstagmorgen eine 41-jährige Bergsteigerin aus dem Kanton Luzern in den Tod. Sie hatte den Berg zusammen mit einem Kollegen bereits bezwungen und stieg ab. Nachdem sich die beiden abgeseilt hatten, wollten sie zur Läntahütte gehen.

Auf dem Übergang vom Felsen ins Wiesland stürzte die Frau gut 50 Meter eine Felswand hinunter. Der vor ihr gehende Kollege hörte sie schreien. Er stieg die Felswand hinab fand sie mit schwersten Verletzungen.

Da kein Handy-Empfang bestand, rannte er zur Läntahütte und alarmierte die Rettung. Die Rega-Crew fand die Frau tot auf. Die Leiche wurde ins Spital Ilanz geflogen, wie die Kantonspolizei mitteilte.

Ausgerissene Sicherung am Eiger

Beim Abstieg vom Eiger kam am Freitag ein 44-jähriger Südkoreaner ums Leben. Mit zwei Landsmännern hatte er den Berg erfolgreich bestiegen. Als die drei Alpinisten bereits nach Einbruch der Dunkelheit über die Westflanke absteigen wollten, riss ein Sicherungspunkt an einer Abseilstelle aus.

Einer der Südkoreaner stürzte in die Tiefe und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Nach Polizeiangaben konnten die Rettungskräfte den Mann noch in der Nacht orten, ihn aber nur noch tot bergen.

Die zwei anderen Bergsteiger mussten in der Westflanke übernachten, da eine Rettungsaktion in der Nacht unmöglich war. Sie konnten am Samstagmorgen unverletzt ausgeflogen werden. Schon vor einem Monat waren zwei Spanier beim Abstieg über die Westflanke abgestürzt. (SDA)

Alle Kommentare (3)

  • Werner  Tschannen
    Leid tun mir in solchen Fällen immer jene, die es nicht verstehen das Menschen die Extremsportarten machen das Leben viel mehr lieben als solche die das liebe lange Leben lang nie über den eigenen Schatten springen und bei Unfälle über Bergungskosten motzen!
  • Gregor  Meier
    Leid tun mir in so Fällen nur die Retter, die u.U. ihr Leben riskieren, um solche Adrenalin-Junkys zu retten.
    • Johnny  Stadler , Altdorf , via Facebook
      Ja stimmt, viel besser ist es den ganzen Tag Egoshooters auf der PS zu spielen
      • 12.08.2012
      • als Kommentar auf Gregor  Meier
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