Bank-Daten zurück Doch Frankreich behält Kopien

  • Publiziert: 21.01.2010, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN/PARIS – Frankreich hat der Schweiz Dokumente zurückgegeben, die wegen der Affäre um die Privatbank HSBC sichergestellt wurden. Die französische Justiz hat indessen Kopien behalten.

Der Informatiker Hervé Falciani (37) klaute Kundendaten bei der britischen Privatbank HSBC in Genf. Die Dokumente gerieten in die Hände der französischen Behörden. Ein gefundenes Fressen für die Steuereintreiber, die anhand der Daten Steuer-Betrüger aufspüren wollen.

Nun bekommt die Schweiz von der Generalstaatsanwaltschaft Aix-en-Provence die Daten zurück, wie ein Sprecher des französischen Justizministeriums erklärte. Wie viele Dokumente wann die Hand wechselten, konnte er nicht sagen.

Frankreich habe «Kopien oder Originale» der Akten für seine eigene Untersuchung zurückbehalten, sagte der Sprecher. Dies werde bei allen internationalen Rechtshilfeersuchen so gehandhabt. Sowohl die schweizerische als auch die französische Justiz könnten mit beglaubigten Kopien arbeiten. (SDA/noo)

play Er steckte hinter dem Datenklau: Hervé Falciani. (Screenshot SF)

Top 3

1 Drei Tote im Kandertal Heli touchierte Drahtseilbullet
2 BLICK zitiert den Luzerner Staatsanwalt «Die kaltblütigste IV-Betrügerin!»bullet
3 Die niedergeschossene Spar-Filialleiterin «Es ist ein Wunder, dass...bullet

Schweiz