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Seit der Gründung vor zehn Jahren begleitete Dignitas 868 Sterbewillige ins Jenseits. Davon ganze 141 allein im letzten Jahr. Das entspricht einem Schnitt von mehr als einer Sterbebegleitung in drei Tagen!
85 Prozent davon waren extra für den Freitod aus dem Ausland in die Schweiz angereist. Mehr als die Hälfte kam aus Deutschland. Aber auch aus England und Frankreich kamen viele zum Sterben.
Von 100 Personen, bei denen Dignitas zur Sterbebegleitung bereit ist, gehen zwölf tatsächlich in den Tod, sagt Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin». 70 melden sich nie wieder und 18 wollen zuwarten. «Wenn die Menschen wissen, dass es einen Notausgang gibt, fühlen sie sich ruhiger», erklärt Minelli.
In Bezug auf das von Dignitas verwendete Helium sagte Minelli: «Durch die Einnahme des Gases leidet die Person nicht, auch wenn die im Koma liegende Person noch körperliche Reflexe zeigt.» Doch er gibt auch zu: «Dies ist für die Angehörigen nicht angenehm.» (SDA/noo)
Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli.- Keystone