
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Das britische Adels-Paar Sir Edward Downes und seine Frau Joan mit ihrem neugeborenen Sohn 1967. Jetzt fuhren sie nach Zürich, um zu sterben. (AP)
Sir Edward Downes (85) war einer der angesehensten Dirigenten Englands. 40 Jahre war er bei der BBC Philharmonie tätig, 11 davon als Chef-Dirigent. Seine Frau Joan startete ihre Karriere als Balletttänzerin, dann wurde sie TV-Produzentin. Sie hatten zwei Kinder, ein Mädchen und einen Jungen.
Lady Joan Downes war 74 Jahre alt und hatte Krebs im Endstadium. Ihr Mann Edward war fast blind und taub. «Sie waren sich absolut zugetan, er konnte nicht ohne sie leben», erzählt Sir Edwards Manager Jonathan Grove der «Sun».
Dignitas als letzte Station
Da fassten die beiden Eheleute einen Entschluss. Sie wollten gemeinsam in den Tod gehen. In England ist Sterbehilfe verboten. Also was tun? Das Paar beschloss, mit Hilfe von Dignitas in der Schweiz zu sterben.
Heute gaben die beiden Kinder des adligen britischen Ehepaares, Caractacus und Boudicca, den Tod ihrer Eltern bekannt. «Sie starben friedlich. Die Zeit und die Umstände haben sie, mit Hilfe der Schweizerischen Organisation Dignitas in Zürich, selbst gewählt.»
Immer mehr Briten fahren zum Sterben in die Schweiz. In den letzten zehn Jahren haben 92 Engländer mit Hilfe von Dignitas Selbstmord begangen. Dieses Jahr waren es bereits acht.
Zurzeit hat die Sterbehilfe-Organisation von Ludwig A. Minelli 694 Mitglieder aus England. (s5j)