SonntagsBlick zeigt das neue SRG-Logo Dieses Rechteck kostet uns 7 Millionen Franken

  • Publiziert: 01.05.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Marcel Odermatt

Trotz Riesendefizit leistet sich die SRG neue Logos. Man fragt sich: Was hat der Gebührenzahler davon?

Die SRG-Chefs hätten guten Grund zum Sparen: Von 2006 bis 2011 wird der Staatssender 283 Millionen Franken Defizit einfahren. Dennoch fliessen weiter Gebührengelder in fragwürdige Projekte.

So verpasst der auf Ende Jahr abtretende Generaldirektor Armin Walpen (61) dem ganzen Konzern neue Logos – quasi als Abschiedsgeschenk. Kostenpunkt: sieben Millionen Franken. Die noch geheimen neuen Embleme, die SonntagsBlick erstmals zeigt, sollen ab 2011 verwendet werden (siehe Ausriss). Dann werden Fernsehen und Radio mit dem Kürzel SFR unter einem Dach vereint. An die Spitze tritt ein neuer Superdirekor, der im Sommer gewählt wird.

Laut einem internen SRG-Papier sollen die neuen Logos die «Werte des Service public» vermitteln.

Mag sein. Fakt ist: Dieser Service public kostet den Gebührenzahler Jahr für Jahr immer mehr. Das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Gebühreneinnahmen des Monopolsenders.

Allein im letzten Jahr kamen 24 Millionen Franken Mehreinnahmen dazu – und vor zehn Jahren waren es noch volle 142 Millionen weniger als 2009. Kein Wunder: Die Radio- und TV- Gebühren sind mit 462 Franken pro Jahr die höchsten in ganz Europa. Die Österreicher zahlten im letzten Jahr umgerechnet 387 Franken, die Deutschen 320 Franken.

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