Diese «Löwin» fühlt sich ganz zuhause

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – In der neuen Löwenanlage im Zoo Zürich ist Aufrichte gefeiert worden. Zweibeinige Raubkatzen haben das Gehege erfolgreich getestet.

Im Spätsommer 2006 soll das Haus für die Besucher und Besucherinnen geöffnet werden. Bereits nächste Woche kommt eine Löwin vom Frankfurter Zoo nach Zürich. Sie wird dem Löwen Baghirat, der zurzeit allein hinter den Kulissen lebt, Gesellschaft leisten.

Im Februar war die 17-jährige Löwendame Mena gestorben. Baghirat rufe oft nach Begleiterinnen, sagte Zoo-Kurator Robert Zingg. Gut gebrüllt, Löwe: Dem Ruf wurde gleich doppelt Folge geleistet: Nach Frankfurt liefert auch Helsinki bis Ende Jahr ein Weibchen nach Zürich.

Noch ist das Gehege eine grosse Baustelle. Bis zur Einweihung der Aussenanlage, die dem indischen Gir Forest Nationalpark nachgebildet ist, müssen sich erst Pflanzen breitmachen. Das Reservat Gir Forest ist das einzige Gebiet Asiens, wo die letzten 200 bis 300 indischen Löwen überlebt haben.

Die Löwen in Zürich haben in der neuen Aussenanlage zehnmal mehr Platz als vorher. Sie werden dort aber nicht allein leben, sondern zusammen mit asiatischen Zwergottern. Das 7,5-Millionen-Franken-Löwenprojekt ist Teil des Masterplans zur Zoo-Entwicklung bis ins Jahr 2020.

Ein Elefant fühlt den falschen Raubkatzen auf den Zahn.- Keystone

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