Diebstahl und Vandalismus im Hochgebirge SAC gegen Hütten-Plünderer machtlos

BERN - Nicht einmal mehr die abgelegenen Berghütten des Schweizerischen Alpenclubs SAC sind sicher vor Einbrechern und Vandalen. Immer öfter plündern Alpinisten Kassen und klauen Bergsteiger-Material.

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Tabu gebrochen: Selbst in den Hütten wird geklaut. (Symbolbild Lauteraahütte in den Berner Alpen) Archiv

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Die Kasse im Mischabeljochbiwak auf 3855 Metern über Meer wurde in den letzten vier Jahren nicht weniger als dreimal geleert. Einen Einbruch gab es im vergangenen Dezember auch in der Tessiner Basodino-Hütte. Der Schaden betrug mehr als 2000 Franken, der Fall liegt laut dem zuständigen Hüttenwart bei der Polizei.

Auch die Alzasca-Hütte im Tessin wird seit mehreren Jahren regelmässig in der unbewarteten Zeit geplündert.

Peter Rubin, Hüttenwart der bekannten Monterosa-Hütte bei Zermatt, beklagt sich über Langfinger und Gauner in den Bergen. «Eine gewisse Kultur des Anstands in den Bergen ist verloren gegangen», sagt er der «SonntagsZeitung».

Die Schäden betragen oft mehrere Tausend Franken. Zudem braucht es für Reparaturarbeiten nicht selten einen Helikopter.

Der SAC selber kann gegen die zunehmende Unsitte in den Bergen kaum vorgehen. Man könne nicht viel machen, sagt SAC-Sprecher Bruno Lüthi. «Wir müssen uns damit arrangieren.»

Keinen besseren Rat weiss auch Dodo Boss vom Verband Schweizer Hütten. «Ich würde an die Ehrlichkeit der Gäste appellieren.» (gf)

Publiziert am 27.03.2016 | Aktualisiert am 17.06.2016
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  • Werner  Kessler , via Facebook 27.03.2016
    So ein Quatsch von wegen machtlos. Es können dank Solarzellen Minikameras istalliert werden, die mit Bewegungsmeldern über lange Zeit aufzeichnen oder mit Daten direkt aufs Handy gelangen. Studieren ist manchmal schon Glückssache, vor allem wenn die Versicherungen einfach zahlen und Prävention verhalt.
    • Burkhard  Vetsch 27.03.2016
      Hallo Werner
      woher nimmst du den Strom?
      Die Hütten werden im Winter nicht betrieben.
      Sie sind nur Notfallunterkunft!.
      Ein halber Meter Schnee auf deinen Solarzellen, wer räumt das jeden Tag ab? Kannst du ohne Handy noch leben?
    • Hugo  Wirz 27.03.2016
      So ein Quatsch, Minikameras installieren...
      Und wer soll das alles bezahlen? Die Versicherung bestimmt nicht! Und wenn es gelingt, einen Einbruch zu filmen, sind die Täter meist nicht erkennbar, identifizieren nicht möglich.
      Und wenn doch jemand erkannt wird? Hat da jemand filmen erlaubt? Wir haben nämlich den Daten- und Persönlichkeitsschutz..!
      Oder will Werner Kessler noch blöd dreinkommen deshalb?

      So weit sind wir bereits mit unseren Gesetzen!!!
    • Caspar Werner  Müller aus Ravoire
      27.03.2016
      Hallo Herr Kessler: Was Sie schreiben stimmt schon; selber habe ich diverse SAC-Hütten punkto Solaranlagen(PV) um - oder ausgerüstet. Machbar ist alles. Nur im Winter müsste zur Sicherheit eine Brennstoffzelle (Efoy) zur Unterstützung der Stromversorgung der GPRS - Anlage sowie der Kamera installiert werden. Die Kosten für eine solche Anlage belaufen sich rasch auf x- tausend Franken. Die Schäden welche verursacht werden sind sicher in den meisten Fällen tiefer und zudem versichert.
  • Burkhard  Vetsch 27.03.2016
    SAC-Hütten erfüllten seit Jahren den Schutz für Berggänger.
    Auch Alphütten wahren meist offen über den Winter, als Schutz bei Wetterumbruch.
    Es wird nicht ausbleiben, das man erfrorene Menschen vor einer SAC-Hütte findet, weil man alles abschliessen muss.

  • Thomas  Zürcher 27.03.2016
    Ein Spiegelbild einer an Werten immer ärmer werdenden Gesellschaft!
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    27.03.2016
    Wieder die Blauäugigkeit der Politik die das eigene Volk nicht schützt und Täterschutz betreibt. Es ist zum K....... mit unseren Schlafwandlern in Bern.
    ewz
    • Burkhard  Vetsch 27.03.2016
      Was hat das mit Bern zu tun?
      Waren sie schon mal in einer SAC-Hütte auf 3000m?
      Die sind für den Schutz vor Wetterumschlag auch im Winter offen.
      Dann gibt es einige, die das ausnützen, zu lasten, die sie brauchen.
      Das hat mit Politik nichts zu tun.
      Aber sie dürfen sich gerne in Bern eingliedern, wenn sie mehr können als die von uns Gewählten! Jeder kann gewählt werden.
    • Klaus  Keller 27.03.2016
      Kein Problem, die Kantonspolizei rüstet einen zweier Trupp mit Hochalpiner Ausrüstung aus, und die klettern täglich zur SAC Hütte um zu kontrollieren ob jemand eingebrochen ist oder nicht. Die können dann auch noch Personen Kontrollen durchführen.
  • jürg  frey aus teufen
    27.03.2016
    Auch wenig Geld ist Geld Herr H. Wittwer. Hat man gesehen bei der 10er Nötli Verteilaktion im HB; wie die Leute Schlange standen. Dass dies noch friedlich abging, wundert mich.