Dieb klaut 20’000 Fr. aus Basler Kindertheater-Kasse Wer spielt so eine miese Rolle?

BASEL - Ein fieser Dieb stahl dem Kindertheater Basel knapp 20’000 Franken. Geld, das für die Löhne der Mitarbeiter gedacht war. Nur, weil die Chefin krank im Bett lag, blieben die Einnahmen überhaupt im Theater.

Für Monica Wohlwend (49) lag krank im Bett, als der Dieb einfiel. play
Für Monica Wohlwend (49) lag krank im Bett, als der Dieb einfiel. Stefan Bohrer

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Für Monica Wohlwend (49) und das Kindertheater Basel ist Weihnachten gelaufen. Ein mieser Dieb hat die Adventseinnahmen von knapp 20’000 Franken gestohlen. Die Theater-Chefin kämpft mit den Tränen: «Sie nahmen den Kindern das Geld weg», sagt sie.

Einnahmen, die auch als Löhne ihrer Mitarbeiter gedacht waren. Und Unkosten für die Produktionsauslagen decken sollten, damit auch Kinder aus armen Familien kostenlos Theater spielen können.

Theater-Chefin: «Ich habe nur geweint!»

Der Vorfall passierte in der Nacht auf Samstag. Der Dieb drang durch das Fenster in die Räume des Kindertheaters ein. Er durchwühlte Schubladen und Regale, entdeckte dann im Büro die Kommode mit der Kasse. Einen Tresor hat das Theater nicht.

Monica Wohlwend vermutet, dass der Dieb hier ins Theater eingestiegen ist. play
Monica Wohlwend vermutet, dass der Dieb hier ins Theater eingestiegen ist. Stefan Bohrer

Tragisch: Normalerweise ist im Theater nie so viel Geld. Doch weil die Theatermacherin krank im Bett lag, blieben die Einnahmen ausnahmsweise über mehrere Tage in der Kasse liegen. «Dass nun ausgerechnet an diesem Wochenende eingebrochen wurde, macht die Sache natürlich noch viel, viel schlimmer», sagt Wohlwend.

150 Kinder konnten nicht an die Vorstellung von «Hänsel und Gretel» 

Die Baslerin war mit den Nerven derart am Ende, dass sie die Vorstellung am Samstag kurzerhand absagen musste. 150 Kinder und ihre Eltern mussten auf  «Hänsel und Gretel» verzichten – kurz vor Weihnachten!

«Ich habe nur geweint. Mit so einer fiesen Tat habe ich im Leben nicht gerechnet. Es ist so unfassbar gemein», sagt sie. Als wäre alles nicht schon traurig genug, haben die Diebe auch noch das ganze Mobiliar verwüstet: «Sie haben überall Coca-Cola verspritzt. Wer macht so was?»

Das Kindertheater Basel finanziert sich ausschliesslich durch Spenden, Mitgliederbeiträge und dem Erlös aus den Aufführungen. Der Diebstahl bringt den Verein in arge Bedrängnis. Wohlwend: «Die Situation ist bedrohlich. Wenn wir das Geld nicht wieder zusammenbekommen, steht das Theater vor dem Aus.»

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016
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7 Kommentare
  • Marcus  Gerber aus Basel
    20.12.2016
    Sehr geehrter Herr Daniel Frei, Grundsätzlich bin ich mit Ihnen einverstanden, dass man Geld nicht so rumliegen lässt. Das kann und will auch ich nicht verstehen und man ist wirklich selber schuld. Aber Ihre Aussage man geht nicht so mit Spendegelder um kann ich keine Folge leisten. Das sind Einnahmen des Basler Kindertheater und nicht Spendegelder, dies einfach nicht damit der Eindruck entsteht, Theatereintrittsgalder sind Spendegelder. Liebe Grüsse Theaterbüro beider Basel, Marcus Gerber
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    19.12.2016
    Auch Naive lernen dazu - so viel Geld einfach so in einer Schublade ? Das ist schon Grobfahrlässig .
  • Heinz  Both , via Facebook 19.12.2016
    Ok in der heutigen Zeit auf das Gute vertrauen ist einfach nur DUMM und 20000 Fr. in einer Schublade wo es kein grobes Einbruchswerkzeug braucht aufzubewahren ist nochmal 10x DÜMMER als der ... erlaubt und sollte einfach zusätzlich bestraft werden ....... bedauern kann man wirklich nur die Kinder und die Schauspieler!!
  • Vanessa  Hunziker 19.12.2016
    Als Chefin müsste man für solche wichtigen Dinge eben einen Stellverteter benennen und entsprechend einweisen, das wurde offensichtlich versäumt.
  • Daniel  Frei 19.12.2016
    Also einerseits habe ich Mitleid. Anderseits würde ich halt schon besser zu gespendetem Geld schauen. Mein eigenes lasse ich ja auch nicht einfach so rumliegen.