Der Erdbeerbauer Yves T. (60) aus Marnand VD wurde von einem Jäger (41) angeschossen, weil er anscheinend wie ein Wildschwein schnaufte.
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Erdbeerbauer Yves T. (60) sattelte auf Cannabis um.
(Jean-Paul Guinnard)Eine Ladung Schrot durchsiebt den Oberkörper von Yves T.* (60). Aus zehn Meter Entfernung schiesst ein Jäger (41) auf den Erdbeerbauern aus Marnand VD. Das Schrot reisst ihm Löcher in die Lunge. Alles nur, weil er wie ein Wildschwein schnaufte!
Das behaupten jedenfalls die Jäger, die am Samstagnachmittag bei Villeneuve FR auf der Pirsch sind. «Wir sahen etwas im Maisfeld rumschleichen», sagt Peter P.*, einer der Jäger. «Ich habe nicht geschossen. Aber ich war sicher, ein Tier vor mir zu haben. Wir hatten 0,0 Promille. Er klang wie ein nach Luft schnappendes Wildschwein! Es ist zu 80 Prozent seine Schuld, er versteckte sich.»
Laut dem Jäger kniet Yves T. im Feld. Auf der Schulter hat er einen 110-Liter-Sack voller Drogenhanf. Ein Teil der diesjährigen Ernte, die er am Samstag um 14.20 Uhr einfahren will. «Vor etwa zwei Jahren jammerte er mir vor, er höre bald auf mit den Erdbeeren. Die Arbeit sei zu hart», sagt Handwerker Santos A.* (53). Jetzt hat Yves T. wohl auf Cannabis umgesattelt. Mit einer Plantage mitten im Maisfeld eines anderen Bauern!
«Wir können uns das alles nicht erklären», sagt Yves T.s älteste Tochter. Laut Kantonspolizei Freiburg wurde Yves T. noch am Samstag im Spital operiert. Seine Zustand bleibt kritisch.
* Namen bekannt
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