Die wenigsten lassen sich impfen, aber... Schweizer haben Angst vor der Grippe

Laut einer grossen Umfrage sind viele Schweizer noch immer Impf-Muffel. Trotzdem wird die Grippe als grösste Gefahr eingestuft.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Zahlen Sie es bloss nicht in Raten! Wucherzins fürs GA
2 Nummernschild-Auktion Wallis will mit «VS 1» Kohle machen
3 Mit den Skiern zur Prüfung Hier ist ein Profi-Freerider zu spät dran

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
20 Kommentare
Fehler
Melden

Zum dritten mal hat das Forschungsinstitut gfs.bern eine landesweite Erhebung zum sogenannten «Virusbarometer» durchgeführt. Über 1200 Einwohnerinnen und Einwohner ab 18 Jahren wurden dazu zum Thema Viren befragt. Dabei wird klar: Die Schweizer haben zwar Angst vor der Grippe, wollen sich aber nicht dagegen impfen lassen. 

«Was mich nicht umbringt, macht mich stärker»

Die Autoren der Umfrage sehen einen Grund für diese Impf-Abneigung in einer weit verbreiteten Grundhaltung. Die Meinung halte sich in der Bevölkerung hartnäckig, es sei besser, Erkrankungen ihren natürlichen Verlauf zu lassen und nicht durch Medikamente frühzeitig einzugreifen. «So ganz im Sinne von: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.» Impfschutz scheine demnach eher ein irrationales Thema zu sein, als ein medizinisches. 

Bei anderen Krankheiten sind die Schweizerinnen und Schweizer hingegen weniger skeptisch. So werde ein Masern-Impfobligatorium zunehmend befürwortet. Eine mögliche Erklärung dafür könnte gemäss Studienautoren die Sensibilisierungskampagne des Bundes sein.

Selbststaendig und Krank play
Lieber aussitzen: Viele Schweizer quälen sich bewusst durch die Grippe-Saison. Ute Grabowsky

Auch Starrkrampf-, Hepatitis-C- und Masern-Impfungen zieht eine Mehrheit in Erwägung. Impfungen gegen Ebola, Zika, Grippe oder HIV würden sie jedoch ablehnen.

Derzeit verfügen mehr als zwei von fünf Befragten über keinen aktuellen Impfschutz. Auffallend dabei ist, dass gerade junge Frauen mehrheitlich bewusst auf Impfungen verzichteten. Generell erachten fast drei Viertel der Befragten regelmässige Gesundheitschecks als wichtig, staatlich verordnete Prävention werde jedoch abgelehnt.

Aufwertung des Hausarzt-Images gefordert

Für Informationen rund ums Thema Viren und virale Erkrankungen bleibe der Hausarzt die zentrale Auskunftsperson. Und dies sei nicht nur für Konsultationen im Ernstfall so, sondern auch zur reinen Informationsbeschaffung.

H1N1, SCHWEINEGRIPPE, GRIPPE, EPIDEMIE, KRANKHEIT, play
Eine Grippe-Impfung ist noch immer für die wenigsten eine Option. Keystone / Georgios Kefalas

Eine Aufwertung des Images der Hausärzte wäre dringend angezeigt, heisst es dazu. Denn eine direkte, auf Vertrauen basierende Beziehung sei bei persönlichen Gesundheitsproblemen von zentraler Wichtigkeit. Damit habe der Hausarzt die grösste Chance, auf das Verhalten der Bevölkerung Einfluss zu nehmen.

Erstmals seit der Erhebung des Virusbarometers zeigt ausserdem, dass Menschen, die häufig reisen, dem persönlichen Impfschutz erhöhte Bedeutung zumessen. Entsprechend können sich die Befragten auch gut vorstellen, beim Buchen von Reisen Impfempfehlungen zu erhalten. (cat/SDA)

Publiziert am 13.11.2016 | Aktualisiert am 13.11.2016
teilen
teilen
1 shares
20 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

20 Kommentare
  • Daniel  Evans 13.11.2016
    Gegen Maser war ich geimpft; und habe sie trotzdem als Kind bekommen. Aber bis die Ärzte endlich zugaben, dass es eben wirklich Masern trotz Impfung sind, vergingen einige Tage.
    Gegen Grippe wurde ich nie geimpft; hatte aber auch noch nie eine Grippe. Erkältung durch zu lange draussen sein, Quatsch zusammenessen etc habe ich meist ein zwei pro Saison. Arbeiten geht aber natürlich trotzdem.
    Soll jeder doch das machen was er will.
  • Michael  Berger 13.11.2016
    Ernährt euch richtig und ihr braucht diesen ganzen Chemiequatsch nicht. Die Natur kreiert ein Lebewesen in 9 Monaten aus dem Nichts und wir denken sie korrigieren zu muessen. Uebernehm Vrrantwortung und informiert euch selbst anstatt dieselbe an die Mediziner abzuschieben.
  • Marc  Heusser aus Zürich
    13.11.2016
    Da war wohl Hepatitis B gemeint - gegen die kann und soll man sich impfen. Gegen Hepatitis C gibt es leider noch keinen Impfstoff.
  • Henri  Hess 13.11.2016
    Seit meine Schwester vor ein paar Jahren mal eine wirklich schlimme Grippe durchmachte, lasse ich mich impfen.
  • Silvio  Weiss 13.11.2016
    Es nützt und ich bin der lebende Beweis dafür. Ich wurde im Winter immer Krank mit Fieber etc...war oft erkältet und hatte Husten. Seit ich mich vor 3 Jahren das erste mal geimpft habe wurde ich nie mehr krank und hatte nicht einmal mehr eine Erkältung. Schlussendlich ist es mir egal was die in mich hineinspritzen solang es wirkt und das tut es. Und solange keine Nebenwirkungen auftreten who cares. Also probiert es erst selbst aus bevor ihr urteilt dass es nichts wirkt.