Die Schweizer finden Sterbehilfe okay

  • Publiziert: 08.04.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN – In einer Umfrage gaben drei Viertel aller befragten an, Suizidhilfe zu befürworten. Gespalten sind die Meinungen nur, wenn es ums Thema Sterbetourismus geht.

Das Wochenmagazin «L’Hebdo» publiziert morgen eine Umfrage in der Deutsch- und Westschweiz zum Thema Suizidhilfe. Das Resultat verblüfft: Drei Viertel aller Befragten finden es in Ordnung, sich beim Selbstmord helfen zu lassen. Mehr als die Hälfte der Befragten würden sich auch selber überlegen, Suizidhilfe anzunehmen. Vor allem im Falle einer Krankheit ohne Aussicht auf Besserung.

Uneinig sind sich die Schweizer aber, ob sich Ausländer auch weiterhin in der Schweiz beim Selbstmord helfen lassen dürfen. Je 45 Prozent der Befragten waren entweder dagegen oder fanden, dass die Schweiz die liberale Haltung beibehalten solle.

Suizidhilfe bedeutet, dass eine Drittperson oder eine Sterbehilfeorganisation dem Patienten eine tödliche Substanz aushändigt. Diese nimmt der Kranke selbst ein. Laut Strafgesetzbuch ist Suizidhilfe strafbar, wenn sie «aus selbstsüchtigen Beweggründen» erfolgt. (SDA/gca)

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