Die Schweiz wird ausspioniert

  • Publiziert: 21.05.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Ende 2007 wurden Computer des EDA und des Seco Ziel eines Hacker-Angriffs. Nun ist klar: Der Angriff kam aus Afrika. Jetzt wird wegen Spionage ermittelt.

Ob geheime Daten gestohlen wurden, sei noch offen, sagte Georg Farago, Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), heute zu einem Bericht von Radio DRS.

Was die Sache besonders brisant macht: Die betroffenen Abteilungen der Bundesverwaltung sind mit der Genehmigung von Waffenexporten beschäftigt.

Der Hacker-Angriff war Ende November und Anfang Dezember von einem Computer in Afrika aus gestartet worden. Die unbekannten Hacker hatten mit E-Mails und gefälschten Internetseiten einen angeblichen Fotowettbewerb inszeniert. Bundesangestellte hatten dabei offenbar Software installiert.

Marc Henauer von der nationalen Koordinationsstelle gegen Internetkriminalität sprach im Radiobericht von der «Professionalität der Angreifer». Angesichts des starken Fokus auf ganz bestimmte Teile der Bundesverwaltung sei dies «ein einzigartiger Fall».

Im Seco sei der Hacker-Angriff sofort entdeckt worden, und die betroffenen Computer seien daraufhin ausgewechselt worden, sagte Sprecherin Rita Baldegger. «Das ging blitzartig.» Das Seco sei insofern in einem «sehr, sehr begrenzten Rahmen» von der Attacke der Internetpiraten betroffen. (SDA/num)

Top 3

1 Drei Tote im Kandertal Heli touchierte Drahtseilbullet
2 BLICK zitiert den Luzerner Staatsanwalt «Die kaltblütigste IV-Betrügerin!»bullet
3 Die niedergeschossene Spar-Filialleiterin «Es ist ein Wunder, dass...bullet

Schweiz