Die Post macht den Chlaus

  • Publiziert: 09.01.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
play Ans Christkind in Bern - Betlehem: Einer der Gehilfen von Christkind und Post. (Reuters)

BERN – Obwohl letztes Jahr über 16'000 Kinder einen Brief an den Weihnachtsmann oder ans Christkindli schrieben, wollten die beiden nicht antworten. Den Job mussten deswegen andere übernehmen.

«Liebes Christkindli. Ich war dieses Jahr ganz brav. Drum wünsch ich mir eben eine Playstation» – so oder ähnlich könnten die 16000 Briefe an den Weihnachtsmann oder ans Jesuskind gelautet haben. Und ihre Mühe wurde belohnt – sie erhielten auch eine Antwort.

Allerdings nicht von diesem Duo, das sich eher schweigsam gab. Nein, eifrige Mitarbeiter der Post amteten als Gehilfen und antworteten den Kleinen: 95 Prozent der 16191 Kinderbriefe – exakt 15369 Stück – seien beantwortet und mit einem kleinen Geschenk versehen worden, teilte die Post heute mit. Das fünfköpfige Team, das mit der Aufgabe betraut war, habe keine Mühe gescheut, selbst Briefe mit unvollständigen Absenderangaben zu beantworten.

Dabei scheinen Westschweizer und Tessiner Kinder eine engere Beziehung zu Christkind und Weihnachtsmann zu haben als Deutschschweizer. Denn 8904 Briefe stammten aus der Westschweiz, 3432 aus dem Tessin, 2485 aus der Deutschschweiz und 25 aus der rätoromanischen Schweiz. 285 Antworten gingen an Kinder im Ausland. (SDA/gux)

Gepflegter Kinderglaube

Im vergangenen Jahr hatte die Post 17863 Briefe ans Christkind erhalten, was eine Rekordzahl war. Die Briefe werden seit über 50 Jahren nicht mehr mit dem Vermerk «Empfänger unbekannt» abgestempelt, sondern gelesen, sortiert und – falls möglich – beantwortet.

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