Gott ist ihnen egal Die meisten Schweizer sind aus Gewohnheit in der Kirche

  • Publiziert: 10.06.2011, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN - Nur 5 Prozent der Schweizer gehören wegen ihrem Glauben einer Landeskirche an. Der Rest tut es etwa aus Furcht vor dem Jenseits – oder schlicht weil es schon immer so war.

Der Glaube an Gott ist nicht unbedingt Grund dafür, Mitglied in einer Schweizer Landeskirche zu sein. Das zeigt eine Umfrage des Forschungsinstitutes gfs-zürich. Die meisten Befragten (62 Prozent) sind reformiert oder katholisch, weil sie es schon immer waren.

Gerade einmal 5 Prozent gaben an, sie gehörten der Landeskirche an, weil sie an Gott glauben. Einige sind Mitglied, weil sie Angst haben, es gebe ein Jenseits (7 Prozent). Rund ein Viertel (28 Prozent) gab als Grund an, gerne Gottesdienste zu besuchen, wie gfs-zürich heute mitteilt.

Junge erwägen Kirchenaustritt


Etwas mehr als jeder Fünfte (23 Prozent) sagte aus, Kirchenmitglied zu sein, damit er oder sie von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin bestattet wird. Vor allem jüngere Menschen spielen laut gfs-zürich hingegen mit dem Gedanken, aus der Landeskirche auszutreten: Fast jeder Fünfte (18 Prozent) der 18- bis 39 Jährigen gab an, die Kirche verlassen zu wollen.

Das Forschungsinstitut gfs-zürich führte die Befragung im Auftrag der Wochenzeitung «Reformierte Presse» bei 1013 Personen durch. Die Telefoninterviews fanden vom 5. bis zum 20. April 2011 statt. (SDA)

play Weihrauch-Spektakel: Manche Schweizer gehen zwar in die Kirche, aber nicht aus Glaube an Gott (Symbolbild). (Reuters)

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