Die Männer im Jahr 2014: Jetzt reichts!

Er schuftet bis zum Herzinfarkt, die Frauen schnappen ihm Jobs und Kinder weg, er bezahlt sich dumm und dämlich. Der moderne Mann hat es wahrlich nicht leicht.

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Wenn Oliver Hunziker (48) über die Probleme der Männer von heute spricht, dann redet er sich schnell in Rage. «Sie sind heute in vielen Bereichen der Gesellschaft deutlich im Hintertreffen», sagt der Informatiker und Prä­sident des Vereins Verantwortungsvoll erziehende Väter und Mütter (VeV). Und: «Die Gesellschaft muss aufhören, uns zu unterdrücken!»

Hunziker ist mit seiner Forderung nicht allein. Eine neue Männerbewegung formiert sich. Ihr Ziel: die Benachteiligung der Männer stoppen.

Schon in der Schule haben Buben das Nachsehen. Studien zeigen, dass weibliche Lehrkräfte Mädchen bevorzugen.

Buben werden von ihnen grundsätzlich schlechter benotet. Bildungsexperten warnen: Mit der starken Fokussierung auf Sprache, Ordnungsliebe und Fleiss werde man den Buben nicht gerecht.

Später bremst der Wehrdienst die Männer aus. Mit der Frauenquote in Verwaltungen und Firmen haben sie schlechtere Chancen auf Kaderjobs. Teilzeitstellen für Männer gibt es zu wenig.

Einen Vaterschaftsurlaub will die Politik nicht. Kommt es zur Scheidung, müssen Männer blechen – und sind, was die Kinder angeht, oft ohne Rechte.

Markus Theunert, bekanntester Männerrechtler der Schweiz und Präsident von maenner.ch, sagt: «Immer mehr Männer und Väter haben genug.»

Das ehemals starke Geschlecht sei am Anschlag. Männer wollten das Korsett sprengen, ein «richtiger Mann» sein zu müssen.

Theunert: «Sie wollen mehr sein als der leistungsfixierte Ernährer – und haben keine Lust, mit 50 an einem Herzinfarkt zu sterben.»

Der Mann 2014: Noch immer ist sein Leben geprägt von alten Rollenvorstellungen. Der Mann, der das Geld für die Familie verdient. Der stark ist, nicht jammert.

Doch die moderne Frau erwartet mehr. Dass sich der Mann bei der Kinderbetreuung engagiert. Dass er im Job zurücksteckt, damit auch sie Karriere machen kann.

Der Mann 2014 muss sich neu erfinden. Aber dabei will er sich nicht mehr alles gefallen lassen. Im Gespräch mit SonntagsBlick wehren sich Männer gegen Ungerechtigkeiten – bei der Teilzeitarbeit, beim Unterhalt der Kinder, beim Vaterschaftsurlaub. Und sie wollen, dass man ihre gesundheitlichen Anliegen ernst nimmt.

Wütend macht die Männer, dass die Politik von ihren Sorgen nichts wissen will. Vorstösse für einen bezahlten, einheitlich geregelten Vaterschaftsurlaub wurden vom Bundesrat abgeschmettert. Das

gemeinsame Sorgerecht tritt zwar Anfang Juli in Kraft. Doch gleichzeitig wird das Unterhaltsrecht revidiert – und darin nach Ansicht zahlreicher Männerorganisationen wieder das traditionelle Rollenverständnis betoniert.

«Im Gesetzesentwurf wird der Mann wieder in die Rolle des Ernährers gedrängt», sagt Oliver Hunziker von VeV. Gleichzeitig würden die Frauen an den Herd geschickt. «Das macht uns Sorgen!»

Die Männerrechtler wollen nun mit Briefen an Parlamentarier gegen den Entwurf für das neue Unterhaltsrecht protestieren. Noch will Bern von Männersorgen nichts wissen.

An der internationalen Männerpolitik-Konferenz im Oktober in Wien will sich der Bund finanziell nicht beteiligen, obwohl das Treffen von Schweizer Männern ins Leben gerufen wurde.

Dagegen unterstützen die deutsche und die österreichische Regierung den Anlass. Enttäuscht sagt Männerrechtler Markus Theunert: «Familienminister Alain Berset, der selbst Vater ist, blendet die Anliegen der Männer und Väter einfach aus oder nimmt sie nicht ernst. Männeranliegen sind irre­levant.»

Publiziert am 08.06.2014 | Aktualisiert am 14.06.2014
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Sind die Männer in der heutigen Gesellschaft wirklich benachteiligt?

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  • Gerhard  Schneider 08.06.2014
    Männer sind den Frauen nur unterlegen wenn Männer auch eine Frau in ihr leben lassen. Ein Mann muss eine Frau nicht aushalten, auch eine Frau muss einen Mann nicht aushalten.

    Leider sind viele Passiv Agressiv und erlauben sich eine Menge.
    Wenn ein Mann sich gleich verhalten würde wäre sofort streit. Nur weil einer die Waffe dem anderen auf die Brust hält, ist er nicht stärker. Und die Frauen machen das extrem oft, die Gesellschaft muss einfach genau hinschauen.

    Wenn Männer streiken ists aus.
  • Peter  Jodel 08.06.2014
    Männer sind benachteiligt, das ist ein Fakt. Aber wer sich als Mann unterdrückt fühlt, sollte sich halt dagegen wehren, nicht jammern. Und vor allem vor dem Zeugen von Kindern eine richtige Frau suchen und sich nicht von jeder erstbesten Gebärmutti eins unterjubeln lassen und dann herumjammern.
    So jedenfalls habe ich das bei vielen Bekannten noch in Erinnerung, aus den Zeiten, in denen die Hormone die Steuerung übernahmen.
  • André  Dörflinger , via Facebook 08.06.2014
    Seit J a h r e n schreibe ich, CH, 68, objektiv aus eigener Erfahrung über dieses Thema, jetzt endlich schreibt mal e i n Medium ganz in meinem Sinne, Grund auch wieso ich den "So-Bli" weiter abonniert behalte ! Ihr Redaktoren Ferraro & Hauser: S. 2: "....will die POLITIK nicht" Wer ist das "Die Politik" ? Das ist doch niemand anders als der feministisch zusammengesetzte Nationalrat, besonders schlimm ab Legi 1983/87, der gutmenschigen CVP, gedankenlos naiven SVP und überheblichen FDPL
  • Marcos  Garcia aus Bubikon
    08.06.2014
    Zum heiraten und Kinder zeugen braucht es immer noch Mann und Frau deshalb prüfe wer sich ewig binde zur Not regelt Mann dies am besten mittels Ehevertrag und Gütertrennung spätestens dann weiss Frau wo es langgeht.
  • ueli  odermatt aus Seuzach
    08.06.2014
    Immer mehr wird von Frauenorganisationen und Emanzen mehr Recht und Schutz für die Frauen gefordert. Wo bleibt hier der Mann. Die Frau muss nur 117 wählen und behaupten, sie sei von ihrem Mann bedroht und geschlagen worden. Schon sitzt der Mann für Wochen in Haft. Das ist die Realität! Der Mann verliert den Job, muss aus dem Heim ausziehen. Zum Streiten braucht es immer ZWEI, können Frauen mit ihrer kl. Gifteleien sehr berechnend sein. Darum gehören auch die Frau in solchen Fällen eingesperrt.