Die Lage bleibt unverändert Wann werden die Gammelhäuser geräumt?

ZÜRICH - Die Situation um die Drogenhäuser in der Neufrankengasse bleibt unklar: Obwohl die Verwaltung die Räumung auf Jahresbeginn angekündigt hatte, blieb die Aktion aus.

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Die unerträglichen Zustände in den beiden Hochhäusern an der Neufrankengasse 6 und 14 sind über Zürcher Stadtgrenzen bekannt. Auf Montag war eine Räumung angekündigt (BLICK berichtete). Doch passiert ist bisher nichts. 

Ausnahme: Eine kurz vorbeischauende Polizeipatrouille, den üblichen Drogenkonsumenten und Mitarbeiter des «Sip Züri» (Sicherheit Intervention Prävention). Die Sozialarbeiter, die mittlerweile sowieso täglich für die Betreuung vor Ort sind, wissen nicht genau, wann die Aktion wirklich stattfindet. 

Bewohner im Unklaren

«Wir gehen von 20 bis 30 Personen aus, die momentan ahnungslos darüber sind, wann sie die Häuser verlassen müssen», sagt Christian Fischer, Betriebsleiter der Sozialeinrichtung Sip Züri.

Hausverwalter Sherry Weidmann habe telefonisch bestätigt, dass die Räumung morgen stattfinde. Doch Fischer sagt: «Es sind die unterschiedlichsten Termine im Umlauf, die Situation um den Räumungstermin ist sehr konfus. Viele fragen uns, wo sie nach der Räumung hinsollen. Wir versuchen, sie an Notschlafstellen und begleitete Wohngemeinschaften zu vermitteln».

Drogenszene könnte sich in Quartier verlagern 

Ein grösseres Rätsel bleibt, wohin sich die Drogenszene verlagern wird. Auch Michael Rüegg, Sprecher der Sip Züri sagt: «Wir wissen noch nicht, wo die Suchtmittel dann verkauft und konsumiert werden.» 

Fakt ist: Die Situation der Problemhäuser an der Neufrankengasse hängt von den verschiedenen Behörden ab. Die Räumung liegt in den Händen der Verwaltung, die Betreuung der Betroffenen der Sozialeinrichtungen und die Bekämpfung der Drogenszene wird auch in Zukunft die Aufgabe der Stadtpolizei Zürich sein. 

Publiziert am 03.01.2017 | Aktualisiert am 04.01.2017
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  • Kurt  Häfliger aus Zuerich
    05.01.2017
    Ein beschämendes Beispiel von Behördenversagen und der Unfähigkeit der Zusammenarbeit, auch mit der Verwaltung (Real Estate). Diese Zustände existieren seit JAHREN und ALLE wussten davon. An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Es müssen nun Köpfe rollen und politische Konsequenzen gezogen werden. Bin Insider!