«Die Funken flogen 200 Meter weit» Sturm setzt Bauernhof in Brand

In Höfen bei Thun ist gestern ein Bauernhaus samt einer Werkstatt komplett niedergebrannt. Rund 140 Feuerwehrleute kämpften gegen das Feuer und heftige Windböen.

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In Höfen bei Thun brannte ein Bauernhaus komplett nieder.

Kantonspolizei Bern

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In Höfen bei Thun kam es gestern zu einem Flammen-Inferno. Kurz nach 19 Uhr brach in einem Schopf Feuer aus. Die Feuerwehr rückte sofort aus, wie die Kantonspolizei Bern mitteilt. Sie versuchte das Übergreifen der Flammen auf das dazugehörige Bauernhaus zu verhindern. Dann kam es zur dramatischen Wende: Die Windböen wurden immer heftiger, so dass die Flammen eine neue Richtung einschlugen. «Die Flammen und Funken flogen bis zu 500 Meter weit», sagt Gemeindepräsident Samuel Eicher. So seien schnell noch mehr Feuerwehrleute aufgeboten worden. 

Den Feuerwehrleuten gelang es, ein zweites Nebengebäude sowie das Bauernhaus neben dem Schopf zu schützen. Ein 200 Meter entfernte Bauernhaus, welches mutmasslicherweise durch Funkenschlag, ebenfalls Feuer fing, konnte die Feuerwehr jedoch nicht retten. «Es brannte komplett aus», sagt Eicher.  Auch die angrenzende Werkstatt sei den Flammen zum Opfer gefallen. «Verletzt wurde keiner der fünfköpfigen Familie», sagt Eicher. Der Grossteil der Tiere konnte rechtzeitig aus dem Stall geholt werden.

Sieben Personen wurden wegen Verdachts auf eine Rauchvergiftung ins Spital gebracht. Weitere Personen konnten vor Ort kontrolliert werden. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Stunden des Sonntagmorgens an. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem eine Brandwache eingerichtet.

In Höfen stehen die Bewohner unter Schock. «Die vierköpfige Bauernfamilie hat alles verloren», sagt Eicher. Die Solidarität sei jedoch gross. Bereits am Morgen habe der Frauenverein im Dorf eine Kleidersammlung durchgeführt. Und die überlebenden Kühe seien unter den anderen Bauern im Dorf aufgeteilt worden. «Morgen starten wir zudem mit einer Spendensammlung für die Familie.» (nbb)

Publiziert am 31.01.2016 | Aktualisiert am 04.07.2016
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3 Kommentare
  • rolf  sulzer 31.01.2016
    Aus Stein und Beton gebaute Häuser werden alle 20 Jahre akribisch dahingehend kontrolliert, ob da nicht ein Steck defekt ist oder eine Verlängerungskabel sicherheitswidrig verlegt wurde. Wieso werden Bauernhöfe nicht auch regelmässig diesen scharfen Kontrollen ausgesetzt?
    • Franziska  Seiler , via Facebook 31.01.2016
      Herr Sulzer, bitte keine solchen Aussagen! Im Bericht steht nirgend`s, dass der Brand durch eine defekte Elektro-Leitung verursacht wurde. Dass muss jetzt erst mal abgeklärt werden. Und bitte informieren Sie sich erst bevor Sie schreiben, Bauernhäuser müssen nämlich sogar alle 10 Jahre akribisch dahingehend kontrolliert werden, ob da nicht eine Steckdose oder Elektrische Leitung defekt ist. Also werden Bauernhäuser noch fleissiger als sie denken, solchen scharfen Kontrollen ausgesetzt!!!
    • Shimu  Trachsel 31.01.2016
      Haben Sie das Gefühl, Holzhäuser werden nicht ebenfalls akribisch geprüft? Wollen Sie den letzten Prüfbericht unseres Appenzellerhauses mit Scheune sehen?