Die Deutschen lernen «grüezi»

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ZÜRICH – Man hört es auf der Strasse und in den Restaurants: Immer mehr Deutsche kommen in die Schweiz. Aber nicht nur für die Ferien.Dass die Schweiz eine tolle Feriendestination ist, das wussten die Deutschen schon lange. Aber jetzt entdecken immer mehr Menschen des nördlichen Nachbarlands unser Land als neue Heimat.Warum wohl? Beispiel 1: Die Aussicht hat Joachim Flüggen umgehauen. «Du steigst aus dem Zug und gehst auf die Bahnhofstrasse. Überall sitzen gut angezogene Menschen in den Cafés. Und plötzlich strahlt dir der See entgegen», zitiert die «sueddeutsche.de» den 45-Jährigen. Er war sofort in Zürich verliebt – und blieb. Flüggen hatte in der Nähe von Pforzheim die Schule für Sprach- und Theatertherapie besucht. Das letzte Jahr der Ausbildung absolvierte er in Basel. Und dann kam jener denkwürdige Tag, an dem er nach Zürich fuhr. Um mal was anderes zu sehen.Das gefällt ihm besonders: der hohe Lebensstandard wenn man das Vertrauen der Schweizer gewonnen hat, sind sie gute Kollegen.Das regt ihn auf: Altpapier wird nur mitgenommen, wenn es sorgfältig gebündelt ist. Rechnungen begleicht man bar auf der Post. Viele Schweizer haben ein Problem mit Humor– «besonders, wenn er von einem Deutschen kommt».Beispiel 2: Jens-Rainer Wiese aus Gelsenkirchener lebt seit fast sechs Jahren mit seiner Frau und seiner zwölfjährigen Tochter in der Nähe von Zürich. ist wegen seines Jobs als IT-Berater in die Schweiz gezogen.Das gefällt ihm besonders: die tolle Natur die Lebensqualität.Das regt ihn auf: Dass jeder Wehrpflichtige sein Gewehr zu Hause aufbewahrt und schon Jugendliche zum Schiessen angehalten werden. Kürzlich hat seine Tochter eine Einladung zum 53. Zürcher Unterländer Jugendschiessen bekommen, das fand er schon merkwürdig. Die Ressentiments gegenüber den Deutschen, wie zuletzt an der Fussball-WM: «Egal gegen wen die Deutschen spielten, die Schweizer waren immer für die Gegner.»Doch Wiese zeigt sich mutig und nimmt auf seinem Blog Schweizer Eigenarten auf den Arm (siehe Link).Grundsätzlich kommen die Deutschen am ehesten wohl wegen der Arbeit in die Schweiz. Es gibt weniger Arbeitslosigkeit und mehr Jobs. Dagegen scheint der höhere Lohn nicht so viel zu zählen. Denn vieles ist auch viel teurer als in Deutschland.Hier noch ein kleines Survival-Kit für Neulinge:Die Rechnungen bar auf der Post zu zahlen, ist mega-out. Das besorgt man heute über seine Bank. Bargeldlos. Und noch ein selten gehörter Tipp: Vergessen Sie Ihr Schulfranzösisch Französische Ortsnamen – Lausanne zum Beispiel – betont man in der Schweiz auf der 1. Silbe! Damit sind Sie schon mal gut dabei. Und lernen Sie die Namen einiger Gipfel, die man bei Föhn von der Zürcher Quaibrücke sieht: Säntis, Glärnisch, Tödi. Für Fortgeschrittene: Clariden und Schärhorn. Das freut die Schweizer. Auch wenns beim «Grüezi» noch nicht recht klappt. Publiziert am 01.09.2006 | Aktualisiert am 03.01.2012
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