Die Bilanz ist trotzdem miserabel Skigebiete platzten an Ostern aus allen Nähten

Ostern verhilft den Schweizer Skidestinationen zu einem versöhnlichen Saisonabschluss. Vor allem am Ostersamstag drängten sich die Skigäste auf den Pisten. Die bisher sonst miese Wintersaison ist aber auch damit nicht mehr zu retten.

Scuol GR ist auf Platz 1 und punktet mit Gratis-Ortsbus und Gepäcktransportservice. play
Das Skigebiet Motta Naluns in Scuol GR bei schönstem Skiwetter. (Symbolbild) KEYSTONE/Juerg Ramseier

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Es wird nochmal richtig Sommer Wird jetzt der Hitzerekord geknackt?
2 Darm-Drama im Züri-Zoo Tiger Coto (†14) eingeschläfert
3 Vierfachmord von Rupperswil Entsiegelt! Was passiert mit dem Todeshaus?

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
9 shares
15 Kommentare
Fehler
Melden

Genügend Schnee und vor allem am Samstag prächtiges Wetter lockten viele noch einmal in die Berge. Sämtliche angefragte Skigebiete melden eine gute bis sehr gute Auslastung. «Wir hatten überdurchschnittliche Ostern», sagt zum Beispiel Norbert Patt, der Chef der Titlis Bergbahnen. «Wir dürfen mit den Ostertagen zufrieden sein», schreibt Markus Meili, der Geschäftsführer von Engadin St. Moritz Mountain AG, auf Anfrage.

Vor allem der Samstag lockte Menschen auf die Piste

Besonders stark war der Andrang bei den Bergbahnen am Ostersamstag. Die Titlis Bergbahnen verzeichneten mit 11'000 Gästen laut Patt «einen absoluten Spitzentag». Im Skigebiet Flims-Laax-Falera drängten sich 14'000 Personen auf den Pisten. «Das war einer der stärkst frequentierten Tage des Winters», sagt Katja Kamps von der Weissen Arena Gruppe. 

Insgesamt verhalfen die vier Ostertage den Skigebieten  zu einem versöhnlicher Ausklang der Wintersaison. Dank dem Schneefall sorgten bereits die Tage davor für etwas Entlastung. «Für uns wird der März auch dank den Ostern der erste Monat in dieser Wintersaison sein, der besser lief als der Vorjahresmonat», sagt Yves Bugmann, der Finanzchef der Bergbahnen Davos Klosters. Davon abgesehen bezeichnet Bugmann die Wintersaison als «harzig».

Oster-Hoch kann die Saison nicht retten

Das gilt für fast ausnahmslos alle Winterdestinationen in der Schweiz. So erwarten die Oberengadiner Bergbahnen per Saisonabschluss einen um 12 bis 14 Prozent tieferen Verkehrsertrag als im Vorjahr. Bei der Weissen Arena und in Gstaad soll das Minus 10 Prozent betragen.

Bei den Titlis-Bergbahnen geht Patt von einem Rückgang um 6 Prozent aus. Den gleichen Rückgang melden per Mitte März auch die Walliser Bergbahnen. Berno Stoffel, der Vizepräsident der Walliser Bergbahnen, hofft jedoch, dass die Ostern das Ergebnis noch um 2 bis 3 Prozentpunkte verbessern werden.

Die Grossen litten weniger

Stoffel weist jedoch darauf hin, dass die Unterschiede zwischen den Wintertourismusorten beträchtlich sind. So hätten die grossen und hoch gelegenen Skigebiete weniger gelitten als die kleinen, sagt er. Über das ganze Jahr gesehen gibt es in der Schweiz sogar Bergbahnen, die sich gegenüber dem Vorjahr steigern konnten. «Wir haben ein gutes Jahr gehabt», sagt zum Beispiel Peter Pfenniger, der Direktor der Rigi Bahnen. Die Jungfraubahnen melden sogar ein Rekordjahr mit erstmals über einer Million Gästen.

«Wer ein Sommergeschäft hat, der verzeichnete im vergangenen Jahr gegenüber der allgemeinen Entwicklung im Bergtourismus eine gegenläufige Tendenz», sagt dazu Pfenniger. Auch die Titlis Bergbahnen verzeichneten im Geschäftsjahr 2014/15 einen Rekordumsatz. Mit der harzigen Wintersaison hat das laufende Geschäftsjahr jedoch schlecht begonnen.

Für Vorarlberg war es die zweitbeste Wintersaison aller Zeiten

Dass die Schweizer Wintertourismusregionen nicht nur unter dem globalwirtschaftlichen Gegenwind und den miesen Wetterbedingungen gelitten haben, sondern auch unter dem starken Franken, zeigt ein Vergleich mit dem nahen Ausland. So melden die Tourismusbetriebe aus dem Vorarlberg in einer Zwischenbilanz die zweitbeste Wintersaison aller Zeiten.

Neben den sehr guten Schneeverhältnissen sei vor allem die günstige Aufteilung der Ferienwochen in den Stammmärkten ausschlaggebend gewesen, heisst es in einer Medienmitteilung von Vorarlberg Tourismus vom Montag. (SDA/kra)

Publiziert am 28.03.2016 | Aktualisiert am 03.04.2016
teilen
teilen
9 shares
15 Kommentare
Fehler
Melden

15 Kommentare
  • Aldo  Jöri 29.03.2016
    Egoistische Schweizer sollen mal Äpfel mit Äpfel vergleichen. Für Österreicher ist das Skifahren im eigenen Land teurer als Skifahren für Schweizer in der Schweiz. Mit 1600.00 Euro Monatslohn sind 45.00 Euro für eine Tageskarte teurer als 65.00 Franken für die meisten Schweizer Monatssaläre. Dafür sind wir Schweizer im Jammern Weltklasse und bei den Pessimisten schaffen wir es locker aufs "Stockerl"
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    29.03.2016
    Immer nur JAMMERN - sie hatten auch tolle Saisons mit hohen Gewinnen - hört endlich auf mit dem Gejammer .
    ewz
  • Nils  Jenne aus Reinach
    29.03.2016
    Wir hatten grossartige Ostertage auf den Skipisten und in der Gastronomie in der Schweiz!!!
    Mir ist das das Geld wert! Lieber CHF 60. für 8 Stunden Ski(s)pass als z. B. CHF 300. für 2 Stunden Popkonzert!!!
  • Anton  Fux 29.03.2016
    Nun mal ehrlich: die Schneelage war in Vorarlberg (wie überall in Österreich) auch lange schlecht. Aber klar, es ist dort billiger als bei uns in der Schweiz. Dafür verdienen sie dort auch viel weniger. Und was die Freundlichkeit betrifft, so kenne ich aus der CH und AUT Müsterchen aller Art...
  • Thomas  Hager aus Luzern
    29.03.2016
    Im Jammern sind die Schweizer Touristiker die Besten aber wer will schon zu Jammeris in die Ferien gehen?