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Die vom Bundesrat vernichteten Dokumente «hätten wesentlich dazu beigetragen, meine Unschuld zu beweisen», sagt der seit 2004 unter ahusarrest stehende Khan.
Die geschredderten Dokumente hätten enthüllt, «dass all jene Informationen, deren Weitergabe ich beschuldigt werde, bei den Lieferanten aus dem Westen zu bekommen waren», sagt Khan in einem Interview mit der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News. «Die Dokumente bewiesen, dass Lieferanten aus dem Westen, aus der Schweiz, aus Deutschland und Südafrika, alle Details für den Bau von Nuklearwaffen hatten. Diese gaben Technologie an alle weiter, die zu zahlen bereit waren», so Khan weiter.
2004 hatte Khan gestanden, neben dem Aufbau des pakistanischen Nuklearprogramms auch ein Netzwerk von Nuklearschmuggel-Netzwerk betrieben zu haben. Seither steht Khan unter Hausarrest.
Dass sich Khan die vernichteten Akten jetzt zunutze macht, überrascht nicht. Dennoch bleibt das Gefühl, das hier etwas oberfaul ist. Denn nach wie vor ist das Motiv des Bundesrates für die Schredderaktion ungeklärt. Die Sicherheitsbedenken, die Bundesrat Pascal Couchepin letzte Woche als Begründung gab, ziehen nicht wirklich.
Es bleibt also abzuwarten, was hier alles noch an Tageslicht kommt. Khan selbst könnte dazu beitragen. Jedenfalls hat er vorgestern angekündigt, er werde «zur rechten Zeit» die Hintergründe seines Fernsehgeständnisses von 2004 offenlegen. Das Geständnis habe in erster Linie der nationalen Sicherheit gedient. (gux)
Abdul Qadeer Khan hat Atomtechnologie an Iran, Libyen und Nordkorea geliefert.- AP