Dichtes ÖV-Netz Das Auto boomt – ausser in Basel

In der Schweiz sind Jahr für Jahr mehr Autos auf den Strassen unterwegs. Eine Ausnahme ist Basel. Im Stadtkanton stagniert die Zahl an Personenwagen seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Dank des dichten ÖV-Netzes verzichten viele Basler auf ein eigenes Auto. play
Dank des dichten ÖV-Netzes verzichten viele Basler auf ein eigenes Auto. Getty Images

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Autos sind immer noch wahnsinnig beliebt: 1990 betrug der Bestand an Personenwagen in der Schweiz knapp 3 Millionen, 2015 waren es gemäss dem Bundesamt für Statistik bereits rund 4,5 Millionen.

Das entspricht einer Zunahme von 50 Prozent. Und einzelne Kantone weisen sogar noch eine deutlich höhere Zuwachsrate auf. 

Eine Ausnahme bildet jedoch Basel-Stadt. Dort stagniert die Zahl der Autos seit mehr als zwei Jahrzehnten bei rund 65'000.  

Dichtes ÖV-Netz

Für Alain Groff, Leiter des Basler Amts für Mobilität, ist dies nicht überraschend, wie er gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF sagt.

Das dichte ÖV-Netz im Stadtkanton, das von früh bis spät in Betrieb ist, biete eine gute Alternative zum Individualverkehr. Zudem entwickle sich Basel mehr und mehr zu einer attraktiven Velo-Stadt.

«Wenn man das Auto nur noch für wenige Strecken braucht, greift man eher auf Car-Sharing-Angebote zurück», so Groff.

Wenig Parkplätze

Hinzu komme das geringe Bevölkerungswachstum in Basel-Stadt in den letzten 25 Jahren – und die Tatsache, dass dort von Gesetzes wegen weniger Parkplätze gebaut werden als anderorts.

«Wenn Sie Zeit oder Geld aufwenden müssen, um Ihr Auto parkieren zu können, überlegen Sie sich vielleicht schon, ob Sie eines brauchen oder nicht», sagt Groff.

Ausserhalb Basels hält die Faszination Auto aber unvermindert an. Alleine 2015 wurden 327’143 Personenwagen neu in Verkehr gesetzt – 7,6 Prozent mehr als 2014. (bau)

Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 16.12.2016
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  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 24.11.2016
    Durch Verdoppelung der Einwohnerzahl innerhalb von 80 Jahren, leider nicht mit eigener Reproduktion auf 8,3 Millionen Menschen plus totaler Mobilität. Unsere Schweizer Erfolgsgeschichte bis zum totalen Stillstand eher Kollaps. In der Schweiz sind Jahr für Jahr mehr Autos auf den Strassen unterwegs. Zur Erinnerung: Waren das noch Zeiten als wir richtig zügig fahren konnten. Kein Schönreden mehr, die Schweiz ist verstopft, darum Stossstange an Stossstange von einem Nadelöhr zum anderen. Herrlich!
  • Peter  Berger aus Basel
    23.11.2016
    327’143 Personenwagen neu in Verkehr gesetzt. Wer ein Auto kauft löst sich vom alten. Wieviele wurden verschrottet? Wieviele nach Afrika und Ostblock verschoben. Wieviele wirklich neue bleiben dann übrig?
  • Rees  Keller aus Basel
    23.11.2016
    Die rot / grün ausgerichtete Regierung macht halt eben alles für eine "saubere" Stadt. Dass durch diese Politik in den letzten Jahren aber die Wirtschaft kaputt gemacht wurde und wird, interessiert die nicht.

    Beinahe täglich müssen kleine KMUs, die schon seit Jahrzehnten die Innenstadt massgeblich mitgeprägt haben ihre Läden schliessen und, ich kenne noch so manche, die diesen Schritt gehen müssen ... Ein hoch auf diese Regierung!
  • Mac  Weber 23.11.2016
    An Basel darf man nicht vergessen, dass die rot/grüne Mehrheit der Regierung alles daran setzt um den Individualverkehr so unattraktiv wie möglich zu Machen. Weisse Zonen werden nicht nur in Blaue umgewandelt sondern zum Teil ersatzlos abgebaut. Am liebsten würden sie alle Autos abschaffen und wieder Pferdekutschen einführen. Den ersten Schritt zur Zerstörung der Stadt wurde schon getan. Unsere Innerstadt ist tot! Was man wählt muss ertragen warden. Leider hat man bis heute nichts daraus gelernt
    • Sagg  Zement 23.11.2016
      Natürlich! Genau daher wählen wir auch für jede Regierungsperiode die gleichen Parteien in der Mehrheit. Wenns Ihnen nicht passt, können Sie ja in einen anderen, auto-freundlicheren Kanton ziehen. Mir und der Mehrheit der Stadtbevölkerung passt das Verkehrskonzept in BS jedoch offensichtlich ganz gut. Falls für Sie die "Abschaffung von Autos" die "Zerstörung der Stadt" bedeuten ist Ihnen wohl nicht mehr zu helfen.
    • Bob  Rousseau 24.11.2016
      Herr Weber, Herr Zement hat leider Recht, ich bin unter anderem genau deshalb nach BL gezogen. Die Innerstadt wird aussterben, es ist schon sehr fortgeschritten, schade aber ich kann mit diesem Grünfundamentalismus nichts anfangen und deshalb, da ich und mein Steuergeld nicht erwünscht sind, bin ich gegangen.
  • Bob  Rousseau 23.11.2016
    In Basel hat das mit den Schikanen der Regierung zu tun, der Umweltgedanke ist aber nur einen Vorwand. Wer kein Auto hat möchte auch keins und wer ein Auto hat färht trotzdem halt nicht mehr in die Innerstadt die von der Regierung durch den Schikanen zu tode verurteilt worden ist, sondern in dein Einkaufszentren oder nach Deutschland.