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Die Zahl der deutschen Staatsangehörigen in der Schweiz stieg im vergangenen Jahr um 31463 auf 233352 Personen – ein Plus von 16 Prozent. In den ersten drei Monaten 2009 hält der Zustrom zwar weiter an, er hat sich aber deutlich abgebremst.
Das zeigen erste Zahlen, die SonntagsBlick exklusiv vorliegen. In den Kanton Zürich, wo fast ein Drittel aller Menschen aus dem nördlichen Nachbarland leben, zogen im ersten Quartal 2008 noch 4104 Deutsche. Dieses Jahr sind es nur noch 1638 oder 60 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode (siehe Grafik rechts).
Aber nicht nur Deutsche kommen weniger zahlreich in die Schweiz. Auch sonst geht die Einwanderung zurück. Laut Bundesamt für Migration (BFM) wurden Januar, Februar und März 39500 B- (unbefristet) und L- (befristet) Bewilligungen für Ausländer erteilt. 2009 waren es 28580.
Diese Entwicklung zeigt: Die Personenfreizügigkeit besteht ihren ersten Härtetest. Die Zuwanderung nimmt ab, weil die Personen, die in die Schweiz kommen wollen, einen gültigen Arbeitsvertrag vorweisen müssen. Pascal Gentinetta (38), Direktor des Wirtschaftsverbandes Economiesuisse: «Trotz der Einführung der Personenfreizügigkeit reagiert die Einwanderung wie früher als Erstes auf die Rezession.»
Beim BFM interpretiert man die Zahlen ähnlich: «Der Rückgang der B- und L-Bewilligungen gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode könnte eine Folge der abschwächenden Konjunktur sein», erklärt Sprecher Jonas Montani (38).