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Fast-Feedback: Leutschenbach wird zum Deutschenbach

ZÜRICH – Grüzzi, grüzzi! Bei SF sind immer mehr Schlüsselpositionen mit Deutschen besetzt: Der Chef-Designer, die oberste Stylistin, der Kultur-Häuptling – alles Germanen. Auch die neue Programm-Planerin.

von Peter Padrutt | Aktualisiert um 12:37 | 26.02.2008
Alex Hefter, Creative Director; Corinna Scholz, Programm-Planerin; Ute Penz, Styling-Chefin; Rainer M. Schaper, Abteilungsleiter Kultur (v.l.n.r.) (Fotos SF, Montage Blick)
Alex Hefter, Creative Director; Corinna Scholz, Programm-Planerin; Ute Penz, Styling-Chefin; Rainer M. Schaper, Abteilungsleiter Kultur (v.l.n.r.) (Fotos SF, Montage Blick)
Sie heisst Corinna Scholz, ist 38 Jahre jung, zungenfertig – und Deutsche. Sieben Jahre besorgte sie für Universal in Deutschland die Serieneinkäufe. Jeden Schnitt, jede Figur, jeden Cliffhänger aus Serien von «Alias» bis «Lost» kennt die taffe Bayuwarin. Ab Oktober wird sie oberste Programmstrategin bei SF.

In den Gängen von «Deutschenbach» wird bereits emsig getuschelt. Immer mehr «Tüütschi» bevölkerten die Teppichetagen. Ängste machen die Runde: Die darbende Sendung «Leben live» heisse bald «Leben zack zack», «Benissimo» «Bernard, der Superjunge» und «Klanghotel» trage dann den Titel «Die Schunkelherberge.»

Schaun ’mer mal genauer hin: Es stimmt, auch Design-Chef Alex Hefter (42) ist ein Süddeutscher. Aber hallo, der Kerl hat was drauf! Der ZDF-Mann verpasste den News-Sendungen teutonischen Glanz, heimst Preise ein. Nur Ex-TV-Direktor Peter Schellenberg bezeichnet die Dekors als «Hotel-Réception». Sonst machte sich Hefter einen Namen als «Don Juan von Leutschenbach». Die Liste seiner illustren Begleiterinnen ist noch länger als das «Tagesschau»-Pult.

Ein weiterer Einkauf aus dem Norden ist Kulturchef Rainer M. Schaper (53). Er machte Furore, weil er deutsch und deutlich im ersten Interview sagte: «Massenware gibts bei mir nicht.» Baschi und Polo Hofer? Nö, die kennt er nicht.

Auch Ute Penz, verantwortlich für das Styling bei SF, ist ein Nordlicht. Mit deutscher Gründlichkeit stoppte sie das Klamotten-Wirrwarr der Moderatoren – und hüllte sie erst mal in rabenschwarzen Trauer-Look. Mittlerweile erlaubt sie auch Apfelsinen- und Weisswurst-Töne.

Ein bekannter TV-Mann zu BLICK: «Es sieht so aus, dass die ‹idée suisse› zur ‹idée allemande› wird. Das macht uns etwas Sorgen.»

Himmel, Arsch und Zwirn: Wird SF zum Teutonen-TV? Gegenüber BLICK schmetterte die neue Programm-Planerin Scholz alle Befürchtungen ab: «Der Donnschtig-Jass ist sehr schön gemacht», lobt sie. «Und das neue Quiz ‹Zart oder Bart?› ist gute Unterhaltung», sagt sie im Tempo eines ICE-Zuges. Und unser Aeschbi? «Seine Sendung habe ich zwar noch nie gesehen – aber er ist eine Koryphäe.»

Na also. Wir müssen uns noch keine Sorgen machen, dass es bald ein «Donnerstags-Skat» gibt. Mit Monika Fasching als Frontfrau.
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Das sagen Blick.ch-Leser
r.goetz, fehraltorf - 09:49 | 04.09.2007
» wann kommen die russen?
Tina, Zürich - 09:49 | 04.09.2007
» Gott, vorher hatten wir Probleme mit Balkanleuten, heute mit den Deutschen! Wann wacht die Schweiz endlich auf!?? Wir sind hier in der Schweiz, sollten sich die Deutschen gefälligst anpassen, sonst RAUS!! Wir sollten überall "schwiezertütsch rede"!!
Thomas, Lyss - 09:49 | 04.09.2007
» Deprimierend, dass wir offenbar keine fähigen Leute mit CH-Pass für diese Positionen haben. Aber das ist die Folge des nach wie vor "Staatsfernsehmonopols", welches durch die SP weiter gefördert wird...
Dan the man, ittigen - 09:43 | 04.09.2007
» Dass der Blick eine solche Hetze treibt gegen die Deutschen ist rassistisch. Der Blick hat ein astronomisch tiefes Niveau, das ist ja schon lange bekannt aber solche Artikel findet man sonst noch vieleicht auf der Pnos Seite.... BLICK ABFAHREN!!
roger schlawinski, nepal - 09:42 | 04.09.2007
» Diese Tendenz zeigt doch nur, wie wenig Selbstbewusstsein durch die Gänge von Leutschenbach wandelt. Was die Schweizer Radiostationen mit der Vergabe der Musikprogrammierung nach Deutschland begannen, setzt sich nun beim Fernsehen munter fort. Doch ich verstehe die ganze Kritik nicht ganz, schlussendlich wird hier doch eigentlich nur Deutsches Fernsehen für den deutschen Zuschauer gemacht, und das ist doch legitim, oder?
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