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Die Steueraffäre in Deutschland hatte ihren Ursprung bei einem Liechtensteiner Bankangestellten, der vertrauliche Kundendaten an die Fahnder verkaufte (Blick.ch berichtete). Vor einem solchen Spion fürchten sich offenbar auch die Schweizer Banken – gerade weil sie viele Mitarbeiter mit deutschem Pass haben.
Wenn die deutsche Bundesanwaltschaft mit dem fetten Scheckbuch winkt, könnten dann gerade Banker aus dem «grossen Kanton» zu Spionen werden? Michel Dérobert, Generalsekretär der Privatbankier-Vereinigung, meint in einem Interview mit «Le Matin»: «Wir können es nicht ausschliessen. Das wäre sehr schade und diese Leute riskieren drei Jahre im Gefängnis».
Deutsche Arbeitnehmer in Schweizer Banken müssten nun natürlich nicht mit dem Blauen Brief rechnen, beruhigt Dérobert. Nur um dann eine Bombe zu zünden: «Ich denke, gewisse Vorsichtsmassnahmen müssen getroffen werden.» Bisher hätten die Schweizer Banken mit Deutschland zwar gute Beziehungen gehabt.
«Aber ich glaube, dass diese Episoden die Deutschweizer Banken künftig in jedem Fall davon abhalten wird, deutsche Bürger anzustellen», warnt der 57-jährige Genfer.
«Spiegel Online» griff die Geschichte von «Le Matin» bereits auf und läutet alle Alarmglocken: «Schweizer Banken wollen keine Deutschen mehr einstellen», titelt das Nachrichtenmagazin und wittert hinter Déroberts Aussagen eine Retourkutsche der Finanzinstitute für das harte Vorgehen der deutschen Steuerfahnder. (hhs)
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