ZÜRICH - Die VBZ besticht mit einem dichten Fahrplan. Leider fahren die Trams und Busse zu langsam.
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VBZ-Trams am Paradeplatz (Keystone)
Der öffentliche Verkehr in Zürich ist schweizweit am grössten und am besten – aber immer langsamer: Das ist das Fazit einer heute veröffentlichten Studie der Umweltorganisation «umverkehR».
Der Zürcher ÖV steht gemeinsam mit St. Gallen auf dem ersten Platz. Untersucht wurden zehn Kriterien, darunter Kosten, Geschwindigkeit, Qualität der Umsteigeknoten und Sitzplatzangebot.
«Zürich besticht durch die schweizweit am häufigsten fahrenden Busse und Trams, eine gute Erschliessung in der Fläche und ein lückenloses Informationsangebot», schreibt die Organisation. Konkret heisst das: Im Durchschnitt fährt alle 5,6 Minuten ein Tram oder ein Bus, es hat alle 139 Meter eine Haltestelle und die Sitzplätze sind zu 37,1 Prozent ausgelastet. Die Kosten seien im Vergleich mit dem Autoverkehr moderat – wegen der hohen Parkgebühren und der langen Distanzen.
Weniger begeistert ist «umverkehR» von der Fahrgeschwindigkeit von durchschnittlichen 16,9 Stundenkilometern. Diese habe in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen, weil der ÖV durch Autos behindert würde. Als Lösung schlägt Studienleiter Christian Harb eine konsequente Bus- und Trambevorzugung vor.
Kritik übt Harb auch am Escher-Wyss-Platz. «Die neue Situation muss als missglückt bezeichnet werden. Die Haltestellen der Busse und Trams liegen zu weit auseinander, eine Signalisation fehlt, und der frühere Kiosk wurde abgebaut.» Auch die Signalisation an der Haltestelle Sihlpost sei mangelhaft.
In der Region Zürich sehr gut abgeschnitten hat der ÖV im Glatttal. Keine andere Agglomerationsgemeinde der Schweiz habe ein besseres Angebot. Winterthur liegt hinter Städten wie Genf und Bern (beide auf Rang 3), Luzern (10) und Basel (15) auf Platz 16 der Rangliste.
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