Der vorbestrafte Roger S. gibt sich im Internet als «Jocker30» aus Kletter-Pädo sucht wieder nach Buben

Er machte auf fürsorglicher Klettertrainer. In Wahrheit missbrauchte Roger S.* (38) vier seiner minderjährigen Schützlinge. Kaum aus dem Knast, ist der Pädosexuelle bereits wieder auf der Jagd nach Buben.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Eröffnungsfeier in Zürich-Oerlikon Der modernste Bahnhof der Schweiz
2 Chauffeur (60) baut Horror-Unfall im Tunnel Kilometerlanger Stau vor...
3 «Das isch doch es A****loch» Tram-Chauffeur ärgert sich über Mörgeli

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
14 Kommentare
Fehler
Melden

«Stehe eher auf jüngere Jungs und Männer, die chatten und mehr wollen», schreibt Roger S. alias Jocker30 auf der Internetplattform Purplemoon. «Bin noch nicht vergeben, mein Traumprinz kam noch nicht vorbei geflogen.»

Als Leiter und Gründer des Vereins Kletterplausch.ch in Stäfa ZH sorgte Roger S. 2011 für einen Skandal. Die Mutter eines 13-Jährigen hatte den Trainer wegen ungebührlicher Nähe zu ihrem Sohn angezeigt. Zuvor war sie mit ihrer Beschwerde beim Vorstand des Vereins abgeblitzt.

Der bereits polizeibekannte Pädophile wurde verhaftet und kam in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen ergaben, dass er vier Buben im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, die das Klettertraining besuchten, missbraucht hatte. Zwei der Übergriffe filmte Roger S. mit ­einer Videokamera.

Im Juli 2012 wurde der ­Kinderschänder vom Bezirksgericht Hinwil ZH wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern, Schändung und Pornografie zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Das Gericht hielt fest: «Roger S. hat die Bewunderung, welche die Kletterschüler ihrem sportlichen Trainer entgegenbrachten, gezielt ausgenutzt. Er leidet unter einer Störung seiner Sexualpräferenz.»

Bereits 2002 stand Roger S. wegen Kindsmissbrauchs vor Gericht. Damals zweifelte das Gericht an den Aussagen des Buben (9). S. wurde freigesprochen.

Letzten Sommer kam Roger S. bedingt aus dem Knast. Seine Lust auf Minderjährige scheint geblieben. Obwohl der Pädophile in seinem Internetprofil angibt, er wolle Männer ab 18 Jahren kennenlernen, schreibt er: «Alter 18 – schreiben dürfen alle :-).» Und er zeigt auf dem Portal Fotos von sich selbst als minderjährigem Buben.

Nachdem BLICK ihn damit konfrontierte, änderte er sein Profil. «Stehe auf jüngere Jungs, also ab 18 Jahren», heisst es jetzt. Stellung nehmen wollte Roger S. nicht.

* Name bekannt

Publiziert am 05.02.2014 | Aktualisiert am 06.02.2014
teilen
teilen
0 shares
14 Kommentare
Fehler
Melden

14 Kommentare
  • Rees  Keller aus Basel
    06.02.2014
    In unserer Rechtssprechung läuft definitiv etwas falsch! Der Hinweis auf "Stehe auf jüngere Jungs, also ab 18 Jahren" ist mehr als nur eine Farce.

    Zudem sollen solche "Kreaturen" der Öffentlichkeit gezeigt werden - kein Datenschutz, keine Versteckspiele mehr. Es muss sich dringend etwas ändern in dieser Hinsicht auch wenn man uns glauben machen will, dass solche "Kreaturen" rehabilitiert werden können. Das sind kranke Menschen, leider i.d.R. unheilbar!
  • Ruth  Frischknecht aus Rorschach
    06.02.2014
    warum muss man diesem Kinderschänder seine Augen noch mit Balken abdecken, zeigt den unverhüllt alle Leute und vor allem Jungen sollen sehen wie so ein SH aussieht, der wird immer so weitermachen, aber das ist ja kein Wunder bei unserer Justiz
  • Hanspeter  Elmer aus Glarus
    06.02.2014
    Mal wieder so ein klassisches Beispiel. Ein rückfälliger Pädophiler sitzt mal einen Drittel der Strafe ab und schon lässt man ihn wieder auf unsere Kinder los. Es ist davon auszugehen,dass wieder einmal ein linker Gutmenschentherapeut in für resozialisiert erklärt hat und er somit einen Freischein hat, das nächste Kind, den nächsten Jugendlichen zu missbrauchen. Pädos muss man ein Leben lang wegsperren, ohne wenn und aber.
  • Adrian  Züger 06.02.2014
    Und wenn etwas passiert muss keiner von den Behörden die Verantwortung tragen...
  • Dan  Werker 06.02.2014
    Das zentrale Problem ist, dass die Saläre von Staatsanwälten und Richtern im Vergleich zu Rechtsanwälten verhätlnismässig tief sind. Entsprechend finden sich unter den Richtern kaum fähige Juristen - mit verheerenden Folgen für den Rechtstaat.