Der Vater von Alain Meier (†21) ist enttäuscht Prügel-Trio zeigt kaum Reue

ZUG - Die Peiniger von Alain Meier (†21) zeigten gestern vor dem Zuger Strafgericht keine Reue oder Einsicht. Vater Beat Meier nahm an der Verhandlung teil.

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Beat Meier (61) schüttelt den Kopf. Er hatte gehofft, die Peiniger seines Sohnes Alain (†21) zeigten zumindest etwas ehrliche Reue (BLICK berichtete). Gestern kam es vor dem Zuger Strafgericht zu keiner ernst gemeinten Einsicht.

Einzig am Schluss räumten die Jugendlichen ein, ihnen tue Alains Suizid leid. Zum Vorfall wollten sich die mutmasslichen Täter Ardijan T.* (17), Robin R.* (17) und Berkay S.* (16) nicht äussern. Dabei wiegt die Anklage schwer, sie lautet auf versuchte schwere Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft hat keine Zweifel: Die drei Angeklagten verprügelten Alain Meier am 4. September 2015 auf der Schützenmattwiese in Zug äusserst brutal. Wie gnadenlos, belegen medizinische Akten: Alain kam mit einem Schädel-Hirn-Trauma sowie Verletzungen im Gesicht und am Arm ins Spital.

Zu viel für den sensiblen jungen Mann: Am 8. September erhängt er sich in seiner Wohnung.

Am Tatabend ging Alain mit Kolleginnen und einer Kiste Bier über die Schützenmattwiese. Die drei Angeklagten pöbelten ihn an und verlangten eine Flasche. Alain wurde zu Boden gerissen und verprügelt.

Laut Zeugen traten alle drei auf das Opfer ein, besonders brutal Ardijan T. und Robin R. Die Attacke dauerte fünf Minuten. Nur Berkay S. habe deutlich früher aufgehört.

Vor Gericht will keiner von ihnen sagen, was passiert ist. Das habe man mehrmals zu Protokoll gegeben. Für Vater Beat Meier ist das eine Art Geständnis: «Mit diesem Verhalten disqualifizieren sie sich selbst.» Das Urteil folgt heute.

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 16.01.2017
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19 Kommentare
  • Luz  Erner 04.10.2016
    Unter Jugendlichen wird so viel geprügelt, weil viele nicht mit den Hormon-und Testosteronschüben klar kommen. Klar, nicht gut! Den drei Jugendlichen jetzt die Schuld für den Suizid anhängen zu wollen, kommt einer Hexenjagd gleich. Ich finde das sehr bedenklich. Ich sehe das ganze eher anders. Die verschmähte Liebe zu der jungen Dame die ihn abblitzen liess, ist da schon eher ein Grund für eine Kurzschlusshandlung. Letztlich hat er sich selber dazu entschieden, was man leider akzeptieren muss.
    • Gautschi  Gregor , via Facebook 04.10.2016
      @Luz, das wahr ein junger erwachsener der halb tot geschlagen wurde von mehreren,mit solch einer Situation können viele Menschen nicht umgehen,dass das nicht förderlich ist für die Psyche werden sie doch hoffentlich einsehen.
      Dazu werden Schweizer Kinder nicht vorbereitet ,wie sie auf so eine extreme Brutalität reagieren müssen/können !
      Wahr leider nicht jeder wie Ich in der Karate Nationalmannschaft !
      Gruass us Chur Gregor
    • Luz  Erner 04.10.2016
      Nicht falsch verstehen, Herr Gautschi. Ich beführworte Ihre Argumentation und Sie haben vollkommen Recht. Eine Prügelei endet aber sehr selten mit Suizid. Was mich stört ist die einseitige Berichterstattung von Blick: Er wurde zusammen geschlagen und beging danach Suizid. So war das nicht! Der junge Mann hatte psychische Probleme und wurde auch noch an diesem Abend von seinem Schwarm zurückgewiesen. In der lokalen Presse wird über diesen Fall viel detailierter und diverenzierter berichtet.
  • Dani  Meier aus at home
    04.10.2016
    Die drei Jugendlichen wird die ganze Geschichte im Laufe des Lebens noch einholen. Noch sind sie so jung und rebellisch. Jeder wird mit seinem Gewissen noch damit zu kämpfen haben. Diese Höchststrafe ist für die Hinterbliebenen zwar ein schwacher Trost. Jedoch nur mit diesem Gedanken wird der Vater das Ganze verarbeiten können. Das Leben schaut schon zur Gerechtigkeit. Vergessen wir nicht, die Gesetze werden von Menschen gemacht. Die Naturgesetze stehen darüber. Auch wenn wir es nicht wahrhaben.
  • Danny  Jakob aus Winterthur
    04.10.2016
    Sorry wer keine Reue zeigt und es egal ist, dass man jemanden in den Suizid getrieben hat mit seiner Tat sollte dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liegen und die Schweiz sollte solche Verbrecher sowieso direkt abschieben statt den schweizer Steuerzahlern noch auf der Tasche zu liegen. DAS Geld wäre besser angelegt als bei der "Haltung" solcher Täter!
  • Urs  Saladin , via Facebook 04.10.2016
    Da kommt erstens das Jugendstrafrecht zum Zuge mit wirkungslosen Höchststrafen. Zweitens wird es wiefer genügend "Fachkräfte" geben, welche mit Sondersettings diese drei wieder auf die richtige Bahn bringen möchten. Der Erfolg ist wie im Fall Adeline bewiesen doch sehr zweifelhaft.
    Brutalität gehört in diesen Ländern zum Alltag, nur so kann man sich dort scheinbar durchsetzen. Von anpassen an unsere Kultur keine Rede!
  • Marc  Schumacher aus Rüthi
    04.10.2016
    Tja... Ardijan, Berkay, etc. Keine Reue. Was sagt uns das?
    Jemand hat die oder ihre Eltern mal hier Willkomm geheissen. Ein Fehler. Dass man derart verkommen sein kann wie diese Jugendlichen zeigt doch, dass auch diese einfach nicht hierher gehören.
    Ausschaffen. Wenn sie den CH-Pass haben, dann aber bitte angemessen hart bestrafen! Es muss klar werden, dass wir solches Verhalten hier nicht dulden.