Der unheimlichste Einbrecher der Schweiz ist gefasst

  • Publiziert: 28.05.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

AARAU – Über 700 Mal bohrte er sich seinen Weg durch die Fenster, schlich in Socken durchs Haus – auch wenn die Bewohner darin schliefen. Jetzt ging der 31-jährige Albaner der Polizei ins Netz.

Weit über 700 Einbrüche in zwei Jahren. Die beging ein 31-jähriger Albaner in Zürich, im Aargau, in Bern, Solothurn und Freiburg. Eine unglaubliche Quote. «Er nahm sich in einer Nacht mehrere Häuser vor», so Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau gegenüber Blick.ch.

Der Einbrecher bohrte ein Loch in Fenster und Terrassentüren, hebelte mit speziellem Drahtwerkzeug die Riegel auf und schlich in Socken durchs Haus. Er liess vor allem Bargeld, Schmuck, Handys und sonstige Elektrogeräte mitgehen. Insgesamt belief sich seine Beute auf mehrere Millionen Franken! Die Serie sorgte in der Bevölkerung für Unruhe – denn der Täter schlug auch zu, wenn die Bewohner am Schlafen waren!

Doch jetzt ists vorbei mit der Übeltäterei: Die Kapo Aargau ermittelte in aufwendiger Arbeit in Zusammenarbeit mit anderen Polizeikorps den Mann und konnte ihn stellen. Seit Oktober 2008 sitzt er nun in Untersuchungshaft. Er hat alle Taten gestanden. Insgesamt lastet ihm die Polizei 270 Einbrüche im Aargau, 350 in Zürich, je 50 in Bern und Solothurn sowie 10 in Freiburg an.

Er weilte ohne festen Wohnsitz in der Schweiz und kam bei Landsleuten unter. Für seine Einbrüche reiste er mehrmals illegal ein.

Bekannte chauffierten ihn an die Tatorte und fungierten als Hehler. Darum haben weitere acht Personen ein Verfahren am Hals. Der «Fensterbohrer» löste mehrmals nächtliche Grossfahndungen aus, konnte aber jeweils entkommen. (SDA/num)

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