Der Teufel war los: Fightnacht statt Fastnacht

  • Publiziert: 21.02.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Das närrische Treiben in der Schweiz ist an vielen Orten in brutale Gewalt ausgeartet. Mehrere Personen sind bei Schlägereien an der Fasnacht verletzt worden, drei davon schwer.

In St. Gallen wurde ein 20-Jähriger in der Nacht auf heute mit einem Holzgewehr niedergeschlagen. Nach Angaben der Polizei verlor er das Bewusstsein und musste mit schweren Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert werden. Der Täter ergriff die Flucht. Nach Polizeiangaben trug er einen Overall mit dem Schriftzug der Fasnachtsgruppe «Argüs».

Auch beim traditionellen Fasnachtsball im solothurnischen Deitingen kam es zu handfesten Auseinandersetzungen. Zwei Männer wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer. Nach Angaben der Polizei hatten ihn zwei Angreifer derart traktiert, dass er schwere Kopfverletzungen erlitt. Er musste in eine Spezialklinik gebracht werden.

Schon in der Nacht zuvor war in Stans ein Mann ebenfalls von zwei Unbekannten angegriffen worden. Er erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch und musste von der Ambulanz ins Kantonsspital gebracht werden.

Die Gewalt an der Fasnacht ruft Erinnerungen wach an den tödlichen Angriff auf einen 22-jährigen Studenten in Locarno vor einem Jahr. Er war von drei Männern zu Tode geprügelt worden (Blick.ch berichtete). Zwei Täter wurden vor wenigen Wochen in erster Instanz zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Der dritte Täter erhielt zweieinhalb Jahre. (SDA/gux)

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