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Am 7. Märze gehts um unsere Altervorsorge: Der sogenannte Umwandlungssatz für unser Vermögen in der zweiten Säule (Pensionskasse oder BVG) soll gesenkt werden. Dieser Berechnungssatz ermittelt, welche Rente wir mit unserem Alterskapital zu erwarten haben.
Darüber gibt es einen erbitterten Streit zwischen den Wirtschaftsbossen und den Gewerkschaften.
Dies sagt der Wirtschaftsdachverband economiesuisse:
• Die heutigen Renten sind langfristig nicht zu garantieren, weil die Lebenserwartung der Menschen steigt.
• Und der heutige Zinsertrag auf dem Altersvermögen ist zu hoch.
Um die Renten der zweiten Säule langfristig «für alle Generationen» zu sichern, sei die Senkung des Umwandlungssatzes daher unabdingbar. Vorgesehen ist eine schrittweise Senkung von heute 7 auf 6,4 Prozent.
Stimmt nicht, sagen die Gewerkschaften
Dagegen wehren sich die Gewerkschaften mit Händen und Füssen. Ihre Argumente:
• Die Höhe der Renten darf sich nicht allein nach den «Renditen auf dem Kapitalmarkt» oder nach der «steigenden Lebenserwartung richten, wie Economiesuisse fordert. Massstab für die Rentenhöhe ist vielmehr der Bedarf, wie er in der Bundesverfassung definiert ist: «Die berufliche Vorsorge ermöglicht zusammen mit der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise.»
• Die heutigen Renten sind keineswegs zu hoch. Die Leistungen aus der ersten und zweiten Säule decken bloss 40 bis 60 Prozent des letzten Einkommens ab. Das würden die Versicherungen SwissLife und Axa/Winterthur selber zugeben.
• Das Gerede von der Gefährdung der Renten durch die steigende Lebenserwartung stammt vor allem von Versicherungsgesellschaften. Der Zweck: Immer mehr Menschen sollen zum Abschluss privater Versicherungen bewegt werden.
Private Vorsorge ist wie eine «Ölquelle» für Versicherungen
Dazu zitiert der Schweizerische Gewerkschaftsbund Carsten Maschmeyer, Verwaltungsrat von Swiss Life: «Wir stehen vor dem grössten Boom, den unsere Branche je erreicht hat: der Verlagerung der staatlichen zur privaten Altersvorsorge. Es ist, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig gross und sie wird sprudeln.»
Fazit des SGB: Die geplante Senkung des Umwandlungssatzes sei unnötig und falsch. Sie diene lediglich dazu, für die Versicherungsbranche eine neue, ertragreiche «Ölquelle» anzubohren.