Der Pflichtverteidiger hat seit Tagen nichts vom mutmasslichen Kinderschänder gehört Sascha S. (31) schwänzt den eigenen Prozess!

LENZBURG AG - Sascha S. (31) hätte heute Morgen vor dem Bezirksgericht in Lenzburg erscheinen müssen, weil er seine beiden Stieftöchter missbraucht hatte. Doch der Angeklagte bliebt dem Prozess fern.

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Sascha S.* (31) steht im Verdacht, zwischen 2009 und 2014 seine beiden Stieftöchter (damals 6 und 7) sexuell missbraucht und gefilmt zu haben. Heute hätte der Aargauer dafür vor Gericht in Lenzburg AG antraben müssen (BLICK berichtete).

Doch um 8.15 Uhr fehlt S. auf dem Anklagestuhl. Sein Pflichtverteidiger sagt zur Richterin, dass er vor zwei Tagen das letzte Mal Kontakt mit ihm gehabt habe. Sascha S. habe Angst vor dem Prozess gehabt. Er bezweifle, dass sein Mandant noch komme.

Prozess abgebrochen

Daraufhin bittet die Richterin den Verteidiger, S. anzurufen. Nach einer kurzen Unterbrechung ist klar: Das Handy des Beschuldigten ist laut seinem Verteidiger ausgeschaltet. Der Verteidiger verzichtet darauf, im Gerichtssaal ein Dispensationsgesuch zu stellen, damit der Prozess ohne den Angeklagten durchgeführt werden kann. Deshalb wird der Prozess abgebrochen und ein neuer Termin gesucht.

Wie geht es jetzt mit S. weiter? Die Richterin sagte, dass das Gericht jetzt allenfalls einen Antrag ans Zwangsmassnahmengericht stellen werde. Einzelheiten dazu können nicht erfolgen, da das betreffende Verfahren nicht öffentlich ist.

Suchen die Behörden S. nun?

Doch es liegt auf der Hand, dass die Behörden Sascha S., der laut BLICK-Recherchen nur wenige Monate in Untersuchungshaft sass und bis zum Prozess frei war, jetzt suchen. Falls sie ihn nicht finden, ist es möglich, dass er zur Fahndung oder zur Verhaftung ausgeschrieben wird. Vielleicht sogar öffentlich mit Bild.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
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8 Kommentare
  • Robert  Metzger aus Kaiseraugst
    15.12.2016
    verstehe das Problem das hier beschrieben wird nicht. "Doch der Angeklagte bliebt dem Prozess fern" Bei einem anstehenden Gerichts verfahren bekommt der beschuldigte (wenn er nicht in U-Haft ist) eine Eingeschriebene Einladung, mit dem Vermerk, bei Nichterscheinen erfolgt eine Polizeiliche Vorführung.
  • Livio  Falk aus Grabs
    15.12.2016
    So ist das hier in der Schweiz.. wehe fährt einer zu schnell, er wird wie ein Massenmörder behandelt! Ich muss aber ganz klar darauf hinweisen: einer der zu schnell fährt, hat noch niemand gefährdet oder verletzt. Der wird bestraft "weil etwas hätte passieren können"! Macht sich aber einer richtig strafbar, vergeht sich an Kindern, Misshandelt Frauen, verletzt jemand, dann wird das ganz locker angeschaut. Auch die Strafe fällt sehr mild aus. Wie kann den sowas sein?!?
    • Marco  Weber 16.12.2016
      Da haben Sie recht Herr Falk! Ich finde es gut das Autofahrer hart bestraft werden nur müssten andere Delikte wie eben dieses entsprechend härter bestraft werden
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    15.12.2016
    Hätte er nur viel Geld geraubt/hinterzogen ohne irgend jemanden körperlich zu verletzen, könnte er es sich nicht so einfach machen. Aber der Mensch kann ja nicht mit Geld aufgewogen werden...
  • Denkpanzer  St. Gallen 15.12.2016
    Nicht aufregen, liebe Foristen. Gestern hat die Mehrheit von Ihnen doch gerade noch den Herrn aus St. Margrethen verteidigt, der seiner Vorladung auf das Betreibungsamt nicht nachgekommen war. So etwas scheint in unserem Land normal zu sein und Sie wollen das doch nicht ernsthaft ändern? Freiheit dem Bürger, oder?
  • Hermann  Gering aus Thal
    15.12.2016
    Hey, das ist doch logisch. Was glaubt denn dieses Gericht. Na dann sucht mal schön. Ob die Behörden so schlau sind wie der Angeklagte? Wir sehen es dann in 10 Jahren, falls überhaupt jemals.