Der Luchs luchst uns die Beute ab

  • Aktualisiert am 03.01.2012

AARAU – Der Luchs schnappt vermehrt dem Mensch das Wild vor der Nase weg. So rücken die Raubkatzen nun ins Visier von Wilderern.

«Der Luchs wirft neue Probleme auf», sagte der eidgenössische Jagdinspektor Reinhard Schnidrig . Während es beim Bären darum gehe, das Überleben zu sichern, und beim Wolf, die Konflikte mit der Schafhaltung zu minimieren, werde der Luchs für den Menschen mittlerweile zum Konkurrenten bei der Nutzung der Wildbestände, so der Jagdinspektor gegenüber der «Aargauer Zeitung».

Der Luchs jagt das Wild, das er am einfachsten zu fassen kriegt. Das sind in der Regel junge, unerfahrene Tiere, von denen es am meisten hat, und alte, schwache. «Genauso sollte auch der Jäger jagen: Jungtiere, um den Bestand zu regulieren und das Fleisch zu nutzen, alte Tiere hingegen bieten die schönsten Trophäen», sagte Schnidrig.

Das kommt die Luchse jetzt teuer zu stehen. Vermehrt kommt es zu Fällen, in denen die Raubkatzen illegal abgeschossen werden. Bei etwa 50 Prozent aller Luchse, die auf den Strassen oder auf Gleisen starben, wurde Schrot im Körper gefunden. Als Täter kommen Kleinviehhalter, Jäger und in gewissen Regionen die ländliche Bevölkerung allgemein in Frage. «Auch wenn Leute, die auf diese Tiere schiessen, teilweise aus der Jägerszene stammen, sind das für mich keine Jäger, es sind Wilderer», sagte Schnidrig. (AP/khx)

Aussicht auf Baby-Wölfe

Auch der Wolf breitet sich aus. Seit haben sich den männlichen Wölfen in der Schweiz auch noch drei Weibchen gesellt: je eines im Goms , im Chablais und im Simplongebiet. Somit stehen die Chancen gut für Nachwuchs. Der Bär wird in der Schweiz allerdings vorläufig nur mit Einzeltieren vertreten sein.

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