Die gefürchtete Fliege mit den roten Augen verbreitet sich in der Schweiz. Obst- und Beerenproduzenten sind besorgt.
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Schädling aus Asien: Die Fliege ist nur etwa 2 bis 3,5 mm lang.
(thinkstock)Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) aus Südostasien macht sich in unserer Heimat breit. Ihr gelb bis braun gefärbter Körper und ihre knallroten Augen lassen nichts Gutes erahnen: Kurz vor der Ernte befällt der Schädling Kirschen, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und anderes. Bei Trauben ist die Situation nicht ganz klar.
Das Weibchen legt ihre Eier auf die gesunden Früchte, die Larven ernähren sich dann vom Fruchtfleisch. Vor einem Jahr wurde die Kirschessigfliege erstmals in der Schweiz gesichtet – eingeschleppt mit Früchten aus Spanien oder Italien.
Catherine Baroffio von der Forschungsanstalt Agroscope zeigt sich besorgt: «Die Fliege breitet sich aus. Jetzt beginnt es in der Westschweiz, aber auch im Kanton Zürich und der Ostschweiz», sagt sie. Erste Schäden seien bereits aufgetreten.
Die Wissenschaftlerin beschränkt sich aber nicht nur aufs Beobachten. Mit einer Falle, die sie entwickeln liess, sagt sie den Insekten den Kampf an. In einem Joghurtbecher, der mit Rotwein und Essig gefüllt ist, soll die Fliege ertrinken – angelockt durch den Duft. Einige Produzenten hätten sich bereits mit den Fallen eingedeckt. Die meisten warteten aber noch ab, wie sich die Fliege ausbreite.
Den Schädling unter Kontrolle zu bringen zeigt sich jedoch als schwierig. Das Insekt verbreitet sich rasch. Es kann viele Generationen hervorbringen und auf verschiedenen Wirtspflanzen leben. (abü/sda)
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