Die wirre Welt des Mühsam-Muslims von St. Margrethen «Ich bin das Antibiotikum gegen Schweizer Rassismus»

Der zum Salafismus bekennende Emir Tahirovic (38) muss 4 Monate hinter Gitter. Die Behörden hoffen, mit dieser seltenen Massnahme den Querulanten zur Vernunft zu bringen, der sich abermals ihren Forderungen widersetzt hat.

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Bekennender Salafist: Emir Tahirovic (38).

Screenshot SRF

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Der Dorffriede in St. Margrethen SG ist dahin. Spätestens seit der «Rundschau» auf SRF 1 vom Mittwoch. Stein des Anstosses ist der ehemalige Bin-Laden-Fan Emir Tahirovic (38) – mal wieder. «Wenn die Integration gescheitert ist, dann wegen euch!», sagt der bekennende Salafist in der Sendung.

Die Liste der Konfliktpunkte zwischen der Fundamentalistenfamilie und den Behörden ist lang: Schwimmunterricht, Kopftuch-Verbot im Klassenzimmer, sogar die Schreibweise des Buchstabens «t» in der Schule, weil der an ein Kreuz erinnere.

Jetzt soll Tahirovic vier Monate in den Knast. Weil er sich noch immer weigert, seine Tochter (14) zum Schwimmen zu schicken. Gegenüber BLICK gibt er sich lammfromm. Bis es um das Thema Islam geht. «Ich will die Schweizer vom Rassismus heilen. Und ich bin das Antibiotikum», sagt er in heiligem Ernst. Dass er provoziert, weiss Tahirovic: «Das muss man so machen, wenn man etwas verändern will. Das ist Absicht.»

Sein erklärter Erzfeind ist Gemeindepräsident Reto Friedauer (53). «Er will uns in den Selbstmord treiben, wie Schweine.» Die Tochter habe bereits Suizidgedanken, weil die Schule sie zum Schwimmen zwingen wolle.

Einziger Verbündeter des Fundamentalisten in seinem Kampf gegen alle ist der Islamische Zentralrat. «Die unterstützen mich finanziell.»

Tahirovic ist arbeitslos. Fotografieren lassen will er sich nicht. Nach der Fernsehsendung habe es Kritik aus der Salafisten-Szene gegeben, Foto- und Filmaufnahmen seien nicht islamisch. Zur drohenden Gefängnisstrafe meint Tahirovic lapidar: «Wenn es nötig ist, gehe ich eben hinter Gitter.»

Für die Schweiz wäre das ein absolutes Novum, sagt der Strafrechtsexperte André Kuhn (42) – und vielleicht zukunftsweisend für andere renitente Frömmler: «Das Urteil könnte einen Präzedenzfall darstellen.» Andere Kantone haben in ähnlichen Fällen Bussen verteilt, heisst es auf Anfrage von BLICK. Simon Thiriet vom Erziehungsdepartement Basel-Stadt erklärt: «Es gibt jedes Jahr ein paar wenige solcher Fälle.» Auch im Kanton Zürich sind Bussen bis 5000 Franken möglich. «Uns ist aber kein Fall bekannt», heisst es beim Lehrerinnen- und Lehrerverband.

Dem Gemeindepräsidenten von St. Margrethen bleibt nur die Hoffnung: «Es ist mein persönlicher Wunsch, dass Tahirovic ausgeschafft wird.»

Publiziert am 03.03.2016 | Aktualisiert am 29.06.2016
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214 Kommentare
  • Beat  Albrecht aus Neuenhof
    04.03.2016
    Aufenthaltsbewilligung annullieren und zurück in den Kosovo. Wie lange lassen sich die Behörden noch vorführen? Schluss mit dem Unsinn!
  • Rosmarie  Niklaus , via Facebook 04.03.2016
    es wird der Tag kommen das die Schweizer erwachen- und keine Schmarotzer mehr dulden, dann aber heist es aufpassen ihr lieben und netten:
  • Günter  Munz aus Stuttgart
    04.03.2016
    Der Mann verwechsel Virus mit Antibiotikum. - Ein Antibiotikum hilft dem Körper sich selbst zu helfen, ein Virus greift den Körper an. Und wer das Schweizer Sozialsystem dauerhaft belastet, wirkt wie ein Virus und greift dieses Sozialsystem an. Und letztendlich, viel Viren führen dazu, dass das Sozialsystem zusammenbricht. Ist ja auch so beabsichtigt. Günter Munz Stuttgart
  • Lisa D.T.  Moser 04.03.2016
    Es ist wie eine Ohrfeige, für alle Schweizer die arbeiten und Steuern bezahlen. Ich 66 Jahre alt, 50 Jahre gearbeitet, mit einer Minimal Rente, bezahle mit mit meinen Steuern für einen solche Menschen. Für den sind wir Rassisten, und natürlich, wie konnte ich das vergessen, unrein. Aber, wenn man schon so überzeugt von seinem Glauben ist, dann soll man sich doch nicht von Rassisten und Unreinen bezahlen lassen, wo bleibt denn da sein Stolz? Ich möchte für solche Leute nicht bezahlen.
  • Heinz  Göldi aus Horn
    04.03.2016
    Was mich als Vater eines schwer behinderten Sohnes am Meisten stört ist, dass so eine Person unser Sozialsystem pervertiert und Geld "abzieht", welche viele besser brauchen könnten und nötig hätten. Noch mehr beelendet mich jedoch solche Anwälte welche dieses Gebahren schützen, und solche Mitmenschen wie Herr Marco Martini welche das noch gutheissen. Es geht ja gar nicht darum, dass er den Glauben nicht ausleben darf. Aber es soll verdammt noch mal arbeiten gehen wie alle Gleichgläubigen auch.