Der «Emir» ficht das Urteil an Winterthurer Islamisten auf Konfrontations-Kurs

WINTERTHUR - Der «Emir», eine zentrale Figur der Winterthurer IS-Zelle, ficht die Verlängerung seiner U-Haft an. Ein weiterer Verurteilter fordert einen Freispruch.

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Zwei verurteilte Mitglieder der IS-Zelle aus Winterthur setzen sich gegen Gerichtsentscheide zur Wehr, die zu ihren Ungunsten ausfielen. Das berichten heute der «Tages-Anzeiger» und das «SRF».

Einer von ihnen ist der zum Islam konvertierte Italiener S. V.* (30). Der selbsternannte «Emir» (Führer) war im Februar verhaftet worden. Er gilt als eine Schlüsselfigur in der Winterthurer Islamisten-Szene. Immer wieder hatte der Muskelmann im Internet für die Sache der Salafisten geweibelt.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, den IS unterstützt zu haben, indem er unter anderem andere Winterthurer nach Syrien schickte. S. V. bestreitet dies und fordert die Freilassung aus dem Gefängnis.

Am 15. August hatte das Zwangsmassnahmengericht Bern seine Untersuchungshaft um eine halbes Jahr verlängert – bis November. Diesen Entscheid ficht S. V. jetzt an, wie sein Anwalt Stephan Buchli laut dem «Tages-Anzeiger» sagt.

Gemäss Bundesanwaltschaft war der «Islamisten-Leitwolf» bekannt gewordene Mann auch selber nach Syrien gereist und hatte dort für die Terror-Miliz schwer bewaffnet Wache gehalten. S. V. widersprach jedoch dieser Darstellung und sagte aus, er habe lediglich Hilfsgüter verteilt.

«Einchecken in Zürich ist nicht strafbar»

Beim zweiten Fall geht es um den aus der Umgebung Winterthurs stammenden A. J.* (26). Er wurde im Juli bei dem Versuch verhaftet, in die Türkei zu reisen. Das Bundesgericht sah es damals als erwiesen an, dass sich A. J. dem IS anschliessen wollte und verurteilte ihn wegen Verstosses gegen das Al-Kaida- und IS-Verbot zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten.

Zurzeit ist A. J. auf freiem Fuss. Er wird regelmässig von einem Kantonspolizisten der Gruppe Gewaltprävention begleitet. Mit einer Beschwerde beim Bundesgericht fordert er jetzt aber einen Freispruch, wie sein Verteidiger Daniel Weber mitteilt.

Sein Mandant bestreite nach wie vor, dass er sich dem IS anschliessen wollte, wird der Berner Anwalt im «Tages-Anzeiger» zitiert. «Diese Absicht und auch die angeblichen Kontakte sind nicht bewiesen. Das Einchecken in Zürich stellt keine strafbare Handlung dar.» (gr)

Publiziert am 01.09.2016 | Aktualisiert am 02.09.2016
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37 Kommentare
  • Willi  Meier aus Saland
    01.09.2016
    An Caner Toker,natürlich steht das so im Koran,dass Heiden zu vernichten sind.Es steht auch geschrieben,dass die Köpfe der Juden rollen sollen.Und in Sure 3 Allah kennt die Ränkespiele,denn er kann und kennt sie am besten.aber eben der Gott der Christen kennt das nicht,weil er gerecht ist.
  • Landre  Marb , via Facebook 01.09.2016
    Hr. Hobi.
    Dann sind wir auf der gleichen Welle ( auch ich bin gereist und pflege gelegentliche menschliche Kontakte mit anderen Kulturen)... Trotzdem bleibe ich pickelhart bei den CH rechtsstaatlichen Prinzipien. Dazu werde ich persönlich z.B. am 25.09 Ja zum Nachrichtendienstgesetz stimmen...
    Habe aber auch kaum Zweifel dass sich hinter vielen Kommentaren hier brandgefährliche Ethiken verstecken (die Geschichte hat es uns schon bewiesen!)...
  • Marc  White 01.09.2016
    Diese Knilche! Wenn sie unser Polit und Rechtssystem zu ihren Gunsten ausnutzen können, ist es natürlich plötzlich super. Aber sonst zum leben als Muslim ja scheinbar komplett ungeeignet und ihrer nicht würdig.
  • Hansruedi  Gut , via Facebook 01.09.2016
    "Zurzeit auf freiem Fuss. Er wird regelmässig von einem Kantonspolizisten begleitet". Unglaublich. Warum wird er nicht gleich mit einer Saenfte herumgetragen?
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    01.09.2016
    Die sollen alle in solche Länder gehen - aber niemals mehr zurückkehren - für dies sorgen dort genug Kämpfer. Nebenbei erspart uns das teure Gerichtsverfahren , Sozialhilfegelder und teure Resozialisierungsprogramme !