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Phonak macht Hörgeräte. Als Business ziemlich unsexy – aber äussert lukrativ.
Gestern präsentierte die Firma vom Zürichsee Traumzahlen: In den letzten vier Jahren hat Phonak ihren Umsatz mehr als verdoppelt – auf gut 1,07 Milliarden Franken. Dabei wächst die Branche nur um 5 Prozent.
Das liegt nicht nur daran, dass die Leute in Stäfa gute Geräte bauen. Phonak-Chef Andy Rihs weiss auch, wie man sie und sich gut verkauft. Am Montag durfte er in der TV-Sendung «Start up» seinen Erfolg erklären. Einen Erfolg, den nicht mal der Doping-Skandal seines Rennstalls bremsen konnte.
Andy Rihs: «Zuerst muss ich sagen, dass das Radteam so oder so nicht mehr länger Phonak geheissen hätte. Das Team hätte unter dem Namen I-Share aber weitergemacht. Nun kam alles anders. Geschadet hat uns die Doping-Geschichte aber nicht. Sie hat uns gar geholfen. So wie Bill Clinton die Lewinsky-Affäre.
Phonak-CEO Valentin Chapero erzählt von einem Erlebnis beim US-Zoll. Als er sagte, für wen er arbeite, habe sogar der Zöllner gewusst, das Phonak Hörgeräte herstellt.»
«Viele glauben, wer ein Hörgerät trägt, ist behindert. Dabei ist es umgekehrt. Wer keines trägt, behindert sich.»
«Wer schlecht hört und auf ein Hörgerät verzichtet, verzichtet auf Lebensqualität. Denn diese Hörgeräte sind technische Wunderwerke. Leider sind für viele Leute Hörgeräte immer noch klobige Dinger.»
«Absolut. Mit unserem Radteam hab ich zuerst mal unseren Namen bekannt gemacht. Das war sehr effektiv. Für eine vergleichbare Werbekampagne hätten wir Hunderte Millionen Franken ausgeben müssen. Jetzt wissen die Leute: Phonak macht Hörgeräte. In Deutschland etwa kennt jede fünfte Person unsere Firma, in der Schweiz jeder Zweite. Von der Konkurrenz kann das keiner behaupten.»
«Wir werden weiter wachsen. Und wollen, dass unsere Produkte zum Lifestyle werden. Aktuell sind wir mit der ‹Hear The World Foundation› unterwegs. Zudem hilft uns die Demografie. Denn die aktiven Rentner brauchen gutes Hörvermögen.»
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Hörgeräte von Phonak. (zvg)