ZÜRICH - Schwimmer Bruno Dobelmann musste im Mai die Bodensee-Längsquerung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Schweizer Sponsoren ermöglichen den nächsten Versuch.
Im Mai wollte Extrem-Schwimmer Bruno «Orca» Dobelmann einen neuen Weltrekord aufstellen. Der Deutsche wollte den Bodensee (64 Kilometer) durchschwimmen – ohne Pause und ohne Neoprenanzug.
Doch nach zwölf Stunden im 13 Grad kalten Wasser und der Hälfte der Strecke musste der 110-Kilo-Mann aufgeben. Er hatte starke Nierenschmerzen.
Dobelmann ärgerte sich über sein Versagen und glaubte, die Bodensee-Längsquerung sei bis auf Weiteres aus finanziellen Gründen gescheitert. «Vielleicht kaufe ich mir eine Saisonkarte fürs Freibad, dafür könnte es noch reichen», witzelte er damals im Interview mit Blick.ch. Denn bisher hatte Dobelmann seine Projekte ausschliesslich selbst finanziert.
Doch damit ist jetzt Schluss – Dobelmann hat zwei Schweizer Sponsoren an Bord gezogen. Jungunternehmer Philipp Poffet und die Universität Zürich unterstützen den «Orca» bei seinem nächsten Versuch.
Dieser wird schon viel schneller als gedacht stattfinden. Zwischen dem 9. und dem 13. Juli wird Dobelmann für die «Revanche» wieder in den Bodensee steigen, dieses Mal hoffentlich mit wärmeren Wassertemperaturen. (dra)