Der Baum ist jetzt der BöFei: Soldaten jagen Aargauer Wald in die Luft

Den Soldaten der «Genie – Logistikkompanie 6» steht eine ungewöhnliche Übung bevor: Diesen Donnerstag werden sie im Aargau Bäume in die Luft sprengen.

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Im Aargauer Schenkenbergertal werden diesen Donnerstag Bäume in die Luft gesprengt. Zvg

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Diese Eichen sollen weichen. Und die Buchen auch. Ein spezielles Manöver erwartet die Soldaten der Genie-Logistikkompanie 6: Diesen Donnerstag müssen sie in Thalheim AG ein Dutzend Bäume in die Luft sprengen. Der BöFei, der allgegenwärtige «böse Feind» der Schweizer Armee, steht dieses Mal am Waldrand.

Grund dafür: Sie sollen lernen, wie man im Kriegsfall Feinde aufhält, sagt Kompaniekommandant Ruben Gfeller im Interview mit Radio SRF: «Wenn man Bäume gleichzeitig in die Luft sprengt, verkeilen sie beim Fallen und versperren gegnerischen Fahrzeugen den Weg.»

Bäume würden sowieso gefällt

Die Baumsprengung am Waldrand in der Aargauer Gemeinde ist etwas Besonderes. Normalerweise üben die Soldaten dies auf dem Waffenplatz – mit maximal zwei Bäumen aufs Mal. Für den explosiven Einsatz will die Armee die Sprengstoffe Plastit und Trotyl verwenden.

Der Kompaniekommandant betont, dass für diese Übung keine gesunden Bäume sterben müssten. Der Besitzer des Waldstücks würde die Eichen und Buchen sowieso fällen. (kmm)

Publiziert am 14.03.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016
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8 Kommentare
  • Hans  Meier aus F-Auriol
    14.03.2016
    Ich muss immer schmunzeln wenn ich solche Artikel und dann die Kommentare lese. Gerade der Umgang mit Sprengstoff/Mitteln ist heikel und man kann nicht genug üben. Gerade für die Mitglieder einer Milizarmee kann es motivierend sein, wenn man wieder selber zündeln kann bis es richtig chlöpft. Gruss Hans, Ex 2e Rep, 4e Cie
  • Sven  Zürcher 14.03.2016
    Das macht doch Sinn! So werden die Soldaten gefordert, denn es ist nicht "gäng wie gäng" oder gemäss dem Standartübungsplatz. Für die Truppe ist dies sicher eine grosse Motivation und das soll doch auch so sein, denn motivierte Soldaten machen auch eine bessere "Büetz".
  • Heinz  Häni 14.03.2016
    Für solchen Mist braucht das Militär Geld! Für was braucht es eigentlich das Militär?
    • Emil  Chrazminöd 14.03.2016
      Das Militär braucht es, damit Leute wie Sie etwas zum Stänkern haben.
  • Rolf  Gurtner aus Münsingen
    14.03.2016
    Tja. Hätten die Blick-Journalisten auch nur ein Quentchen Ahnung vom Militär, wüssten sie, wie herausfordernd der richtige Umgang mir Sprengmitteln ist. Aber immer hübsch eine Schlagzeile in die Gegend posaunen. Geht doch Mal vor Ort, lasst es Euch zeigen und dann berichtet für einmal sachlich. DANKE!!!
  • Roger  Dürr aus Allschwil
    14.03.2016
    da steht die Armee mal wieder sprichwörtlich dumm im Wald herum. Hätte auch noch eine Tanne die weg muss, jedoch sehe ich fürs Sprengen schwarz.