Medwedew Den Russen ziehts in die Schöllenen-Schlucht

  • Publiziert: 22.09.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

ANDERMATT – Am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in der Schweiz ist der russische Präsident Medwedew in einem Helikopter von Bern Richtung Gotthard geflogen worden.

Die russischen Kadetten sowie die Urner Kantons- und Andermatter Gemeindevertreter hatten bereits eine ganze Weile in der schattigen, kühlen Schöllenenschlucht gewartet, als Medwedews Helikopter am Himmel auftauchte.

Als Medwedew dann in Begleitung von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz in der Schlucht eintraf, drangen gerade rechzeitig auch die ersten Sonnenstrahlen in die enge Schlucht.

Dabei sein, aber nur aus der Ferne

Das Denkmal selbst allerdings lag weiterhin im Schatten, als die Kadetten mit einem Marsch den Präsidenten ihres Heimatlandes begrüssten. Nach dem Niederlegen der Blumen gedachte Medwedew in einer Rede General Suworow. Da die Terrasse vor dem Denkmal zu klein war, konnten die zahlreichen Journalisten die Feier lediglich aus der Ferne von der Teufelsbrücke aus beobachten.

Das Suworow-Denkmal erinnert an den russischen General Alexander Suworow und dessen Truppen, die 1799 im Zweiten Koalitionskrieg die französischen Truppen aus Oberitalien vertrieben und darauf den Gotthard überquert hatten. Am Vortag hatte Medwedew sich erfreut darüber gezeigt, dass die Schweiz sich zusammen mit Russland an dieses historische Ereignis erinnert.

Eine Tuba sorgt für Aufregung

Wie bereits am ersten Tag des Staatsbesuchs waren auch heute die Sicherheitsvorkehrungen immens. Die Zufahrtstrasse nach Andermatt wurde ebenso gesperrt wie ein Teil des Vierwaldstättersees und der Luftraum. Zur Unterstützung der Polizeikräfte standen zudem 200 Militärangehörige im Einsatz.

In kleinen Details stiessen die Sicherheitsmassnahmen dann allerdings an ihre Grenzen: Bei der vorgängigen Personen- und Gepäckkontrolle in Andermatt, wo selbst die Schweizer Soldaten ihre Sturmgewehre überprüfen lassen mussten, passte die Tuba eines russischen Kadetten nicht in das Röntgengerät. Der junge Russe wurde aber dennoch in die Schöllenenschlucht gelassen. (SDA)

Top 3

1 Drei Tote im Kandertal Heli touchierte Drahtseilbullet
2 BLICK zitiert den Luzerner Staatsanwalt «Die kaltblütigste IV-Betrügerin!»bullet
3 Die niedergeschossene Spar-Filialleiterin «Es ist ein Wunder, dass...bullet

Schweiz