Das zweite Opfer Jonas M. (†24) hinterlässt Frau und Neugeborenes Postauto-Drama zerstört ihr junges Glück

Das zweite Opfer des Postauto-Dramas im Aargau, Jonas M., war frisch verheiratet. Nur vor wenigen Wochen kam seine Tochter zur Welt. «Sein Neugeborenes muss jetzt ohne Vater aufwachsen. Er war ein toller Mensch, wir werden ihn sehr vermissen», sagt ein Fussballfreund von Jonas M.

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Jonas M.* († 24) hält auf dem Foto seine junge Frau zärtlich im Arm. Das Paar ist frisch verheiratet, ihr Töchterchen kam erst vor zwei Wochen zur Welt. Das Glück ist perfekt. Jetzt ist Jonas M. tot. Der Versicherungsan­gestellte starb vorgestern bei dem verhängnisvollen Post­auto-Unfall in Endingen AG.

Am Dienstagmorgen kurz vor sechs Uhr steigt er im Dorf ins Unglücks-Postauto der Linie 355. Nur Augenblicke später kracht ein Lastwagen mit Anhänger zuerst ins Postauto, dann in einen dahinter fahrenden Opel. Der Schweizer Camion-Chauffeur (22) ist von der Strasse abgekommen und auf die linke Spur geraten. Der junge Familienvater Jonas M. und KV-Lehrtochter Gina S.* († 18) werden jäh aus dem Leben gerissen. Mehrere Passagiere und die Insassen im Opel werden zum Teil schwer verletzt.

Einen Tag nach der Tragödie erinnern Blumen und Kerzen an der Surbtalstrasse an die Opfer. Der Walliser Jonas M. wollte in Endingen mit seiner jungen Familie ein neues Leben beginnen. Erst vor wenigen Wochen waren sie in den Aargau gezogen, in ein Reihen-Einfamilienhaus am Hang, nur wenige Meter vom Dorfkern entfernt.

«Sein Tod hat mich erschüttert», sagt ein Fussballfreund von Jonas M. «Sein Neugeborenes muss jetzt ohne Vater aufwachsen. Er war ein toller Mensch, wir werden ihn sehr vermissen.» Sehr sportlich sei Jonas M. gewesen. Zu Hause im Wallis spielte er beim FC Grächen Fussball. «Das ganze Dorf kannte ihn. Alle stehen unter Schock», sagt der Freund weiter.

Warum aber kam der Last­wagenchauffeur überhaupt von der Strasse ab und kollidierte mit dem Postauto? War er ab­gelenkt – oder kurz eingenickt?

Die Polizei hat ihn gestern befragt. Auch der Postautochauffeur konnte vernommen werden. Die beiden Chauffeure waren beim Unfall unverletzt geblieben.

Über die Ergebnisse dieser Befragung sowie über die genaue Unfallursache gibt es noch keine Angaben. Die Ermittlungen sind am Laufen. Auch noch keine konkreten Informationen gibt es über den Zustand der fünf Verletzten.

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 13.11.2014 | Aktualisiert am 13.11.2014
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4 Kommentare
  • Peter  Hänsenberger 13.11.2014
    Mir geht so was echt unter die Haut. Ein viel zu junges Leben, ist aus dem Leben gerissen worden. Ich fahre oft an einem Kreuz vorbei, wo am Strassenrand steht und mit Blumen geschmückt ist und an die Unfallopfer erinnert. Ich zünde gerne eine Kerze an. In stillem Gedenken an die Angehörigen und Freunde, möchte ich mein allerherzlichstes Beileid und mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken.
  • Monika  Marangi , via Facebook 13.11.2014
    Einfach nur traurig, auch wenn man die Familie nicht kennt geht das einem sehr Nahe. Ich wünsche allen viel Kraft und Stärke um das alles auszuhalten. Mein Beileid
  • Agnetha  Weber aus CH
    13.11.2014
    Es ist einfach nur traurig. Mir tun die Angehörigen schrecklich Leid. Unvorstellbar, was sie durchmachen. Wünsche den Familien und allen Beteiligten viel Kraft und liebe Menschen, die sich um sie kümmern.
    • Susanne  Reich 13.11.2014
      Jetzt muss ich auch mal nachfragen: Wer um Himmels Willen kommt bei solch mitfühlenden Worten, welche ausdrücken, was sicherlich alle von uns denken, auf die Idee, Daumen runter zu drücken? Mein Mitgefühl wie dieses von uns allen ist echt, auch wenn wir die Betroffenen nicht kannten resp. kennen. Trotzdem bleibt man bei einer solchen Tragödie sicherlich nicht unberührt. Dies sollte respektiert werden.