
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Das wird alle Reisenden nach Italien freuen: Als Sofortmassnahme gegen die häufigen Verspätungen wurde die Wartung der Cisalpino-Züge im italienischen Greco ausgebaut.
Das zuständigen Team von 30 Personen wird neu in drei Schichten während 24 Stunden den Unterhalt der Züge gewährleisten. Dies sagte Cisalpino-Chef Alain Barbey in einem Interview mit dem «Sonntag». Zudem werde das Cisalpino-Personal dort vermehrt präsent sein, um zusätzliche Kontrollen durchzuführen.
Als Hauptgrund für die neuerliche Häufung an Verspätungen und Zugsausfälle nennt Barbey die Verlegung des Wartungsstandortes von Mailand nach Greco. Während der Standortverlegung hätten der Unterhaltung und die Reparaturen an den Cisalpino-Zügen nur verzögert oder gar nicht stattfinden können.
Schuld an den Verspätungen wären jedoch auch die neuen Fahrpläne in Italien und in der Schweiz.
Neue Züge rollen ab Frühling 2009
Neben dem Ausbau der Wartung sollen jedoch – wie oft gefordert – die pannenanfälligen bisherigen Cisalpino-Züge nach und nach ersetzt werden. Die ersten beiden neuen ETR 610-Zugskompositionen sollen im Frühling in Betrieb genommen werden können. Die restlichen zwölf bestellten ETR 610 werden dann stufenweise bis Ende 2009 voll einsatzfähig.
Die Cisalpino AG, die der SBB und der italienischen Staatsbahn FS gemeinsam gehört, hatte 2004 beim Zugshersteller Alstom 14 Hochgeschwindigkeits-Neigezüge des Typs ETR-610 bestellt.
Ein Teil davon hätte zur Eröffnung des Lötschbergtunnels im Dezember 2007 bereit sein sollen. Alstom muss laut Vertrag für die verspätete Auslieferung Konventionalstrafen bezahlen. (sda/dct)
play
Die pannenallfälligen Cisalpinos sollen ab dem kommenden Frühling durch modernere Züge ersetzt werden. (cisalpino.ch)