Das Töten beginnt Tierheime nehmen keine Kampfhunde mehr auf 

Die neuen Hundegesetze zeigen Wirkung: Halter, die ihren Kampfhund loswerden wollen, haben keine Wahl: Sie müssen das Tier einschläfern lassen.

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Pitbull-Terrier Nina hatte Glück. Als ihre Besitzer im Oktober 2008 nicht länger mit der Kampfhündin zusammenleben wollten, fand sie ein Zuhause im Tierheim Pfötli in Winkel ZH. Heute würde sie keine neue Unterkunft mehr finden, sondern müsste eingeschläfert werden. Obwohl sie eine «gesunde und völlig unproblematische Hündin» ist, wie Heimleiterin Heidi Randegger betont.

Der Hintergrund: Im Herbst 2005 zerfleischten drei Pitbulls den sechsjährigen Süleyman in Oberglatt ZH. Seither sind Kampfhunde verpönt. Zwölf Kantone reagierten mit scharfen Hundegesetzen, darunter auch Verbote von bestimmten Rassen. Zuletzt führte der Kanton Zürich am 1.Januar eine ganze Liste mit Hunderassen ein, deren Haltung künftig illegal ist.

Das hat Konsequenzen in der ganzen Schweiz: «Wenn Private einen solchen Hund abgeben wollen, wird es extrem schwierig; praktisch kein Tierheim nimmt sie mehr auf», sagt Claudia Rhyn, Tierschutzbeauftragte im Kanton St.Gallen, wo es kein verschärftes Hundegesetz gibt. Heimleiterin Randegger: «Für Hunde, die auf Rassenlisten stehen, finden wir kaum mehr seriöse Halter.» So muss das Heim bis zum Tod eines Kampfhundes für dessen Unterhalt aufkommen. Bei einem ausgewachsenen Tier wie Nina kostet das laut Randegger 30 Franken pro Tag – 10000 Franken im Jahr.

Für Kampfhunde, die weder in einem Tierheim noch in einem privaten Haushalt einen Platz finden, gibt es nur eine Lösung. Claudia Rhyn: «Jeder darf gemäss Gesetz seinen Hund bei einem Tierarzt fachgerecht töten lassen.» Laut Tierrechtsexperte Gieri Bolliger ist das unfair: «Bei anderen Rassen, Schäfern zum Beispiel, wäre es ein absolutes Tabu, sie einzuschläfern, solange sie gesund und ungefährlich sind.»  

Publiziert am 07.02.2010 | Aktualisiert am 03.01.2012
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  •   07.02.2010
    aber nicht das der Blick jetzt mit den einzuschläfernden hunden mitleid bekunden will?? Blick hat doch die ganze hetzjagd, mit dem fall Süleyman hochgeschaukelt.
  •   07.02.2010
    es haut dem fass den boden raus kampfschmusser weden ein geschläfert aber gezüchtet werden sie weiter wo ist da der sinn der ganzen sache?????
  •   07.02.2010
    ENDLICH!!!!!
  •   07.02.2010
    Welch ein Kommentar: «Jeder darf gemäss Gesetz seinen Hund bei einem Tierarzt fachgerecht töten lassen.» Pfui Teufel - auch Hunde haben ein Recht auf Leben!
  •   07.02.2010
    Leider haben die Medien diese Kampfhund Hysterie extrem angestachelt! Die Bilder die insbesondere Der Blick von den Zähnen fletschenden Hunden gezeigt hat, haben viel dazu beigetragen. Die vermeintlichen Kamphunde die dort zum teil abgebildet wurden haben einfach nur gegähnt und sahen ansonsten ganz entspannt aus.
    Jetzt emört man sich darüber das diese Hunde getötet werden.