
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
BAG-Direktor Thomas Zeltner. (Keystone)
20 Wirtschaftsverbände haben sich in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, um die Kampagnen des BAG zu bekämpfen.
Das Bundesamt habe innert kürzester Zeit drei Kampagnen lanciert, die stark in die Freiheit der Konsumenten eingreifen würden, sagte Rudolf Horber, politischer Sekretär beim SGV, gestern gegenüber der Sendung «10 vor 10». Diese Auswüchse wolle die neu gegründete IG bekämpfen.
Neben den Kampagnen als solchen sind es insbesondere zwei Forderungen des BAG, die der Wirtschaft ein Dorn im Auge sind. Sie stemmt sich gegen Einschränkungen des Alkoholverkaufs nach 21 Uhr und gegen rauchfreie Restaurants. Doch auch die Präventionsspots gegen Fettleibigkeit liegen der Wirtschaft schwer im Magen.
Es dürfe nicht sein, dass BAG-Direktor Thomas Zeltner den Leuten vorschreibe, was sie essen dürften und was nicht, sagte Piero Schäfer, Sprecher des Verbands Schweizer Werbung. Stattdessen müsse die Politik die Eigenverantwortung appellieren.
Zeltner steht denn auch im Zentrum der Kritik. In der letzten Ausgabe der «Gewerbezeitung» bezeichnet ihn SGV-Sprecher Patrick Lucca gar als «Gesundheits-Taliban».
Gegenüber «10 vor 10» verlautete das BAG, man habe den Artikel in der «Gewerbezeitung» und die darin reflektierte Meinung zur Kenntnis genommen. Als nächstes äussere sich der Bundesrat zu den Programmen. Dies geschiehe voraussichtlich noch vor der Sommerpause. (SDA)