Das sind die Opfer des Moschee-Schützen Manuel O. (†24) «Ich sah ihm ins Gesicht, dann schoss er»

Manuel O. (†24) stürmte in eine Moschee in Zürich und schoss um sich. Drei Männer wurden verletzt. Jetzt sprechen Zeugen.

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Vier Männer waren im Gebetssaal der Moschee an der Zürcher Eisgasse, als Manuel O.* (†24) am Montagabend das Feuer eröffnete. Drei liegen nun im Spital, unter ihnen der Imam Mustaf K.* (35) und der Gläubige Abdi O.* (30). Nur Abu A.* (61) blieb gänzlich unverletzt.

«Ich danke Allah dafür», sagt er zu BLICK und erzählt vom Horrorabend: «Es ging alles sehr schnell. Der Täter trat nur etwa einen Meter in den Gebetssaal. Ich sah ihm kurz ins Gesicht. Er sah aggressiv aus.» Manuel O. sagte etwas Unverständliches. Dann fielen mehrere Schüsse. Drei Glaubensbrüder sacken zusammen. «Jemand schrie vor Schmerzen.»

Yusuf A.* (63) war während des Angriffs mit zwei weiteren Gläubigen in einem Nebenzimmer und stand Todesängste aus. «Wir haben uns verbarrikadiert, bis die Polizei kam.»

Nach den Schüssen ergreift Manuel O. sofort die Flucht. Nur wenige Hundert Meter weiter tötet er sich selber. Die Ermittlungen ergeben, dass er am Sonntagmorgen bereits einen 24-jährigen ehemaligen Kollegen auf einem Spielplatz in Schwamendingen getötet hatte.

Warum gerade diese Moschee?

Eine Frage beschäftigt die Gläubigen an der Eisgasse: Warum hat es genau ihre Moschee getroffen?

Antworten darauf haben auch die Nachbarn des Täters nicht. Im Mehrfamilienhaus in Dübendorf ZH verkehrte nur Laurence M.* (41) mit Manuel O. Und der sah keine Anzeichen für einen bewaffneten Amoklauf. «Er machte schon einen irren Eindruck, aber er war nie aggressiv», sagt er zu BLICK. Manuel sei oft bei ihm vorbeigekommen. Er hingegen durfte nie in dessen Wohnung. «In letzter Zeit wollte er immer Geld. Er schuldet mir 3000 Franken.»

Eine junge Nachbarin gesteht gegenüber BLICK, dass sie sich vor dem dunkelhäutigen Manuel O. gefürchtet hatte: «Er zündete auf dem Balkon und in der Wohnung Kerzen an und tanzte wild herum. Der tickte nicht richtig.»

Laut der Zürcher Kantonspolizei interessierte sich Manuel O. für Okkultismus. Zudem soll er gemäss einem anderen Nachbarn glühender Christ gewesen sein und sich abschätzig über den Islam geäussert haben. Am Freitag habe er seinen Job in einem Baumarkt gekündigt. Wenig später begann die Gewaltorgie.

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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5 Kommentare
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    22.12.2016
    Ja was wollen die denn? Gute Frage. Wir haben vieles was man sich wünscht und viele strengen sich auch an damit das Angebot bestehen bleibt. Leider nur viele und längst nicht alle, aber die bekommen das Viele trotzdem ob kriminell oder faul und nicht mal ehrlich muss man sein. Man bekommts einfach. Man muss einfach nur wollen und fragen...wenn sich sowas nicht auf der ganzen Welt herum spricht, was dann sonst? Herrliche Schweiz...
  • Franz  Méllet , via Facebook 22.12.2016
    Generell habe ich eigentlich gegen Niemanden was auszusetzen, ausser gegen einige meiner Landsleute - höchstwahrscheinlich Politiker- welche unsere Schweiz dermassen kulturell befruchten! Also was da mittlerweile abläuft das ist schon unglaublich. Da sind in den letzten Jahren Paralellkulturen entstanden mit Menschen aus Ländern wo man bei Google schauen muss wo diese überhaupt liegen! Hinzu kommt noch das Sprachenwirrwarr, gerne möchte ich mal wissen was die eigentlich Alle bei uns wollen?
    • Suli  Baskin , via Facebook 22.12.2016
      Was die wollen? Die Schweiz bietet viel: Sicherheit, Hilfe, Toleranz, Demokratie, Geld, soziale Einrichtungen, gute Infrastrukturen usw. Kurzum: die Schweiz bietet alles, was ein Herz begehren kann und ist nunmal ein Land der Träume...
    • Edi  Rey aus Romanshorn
      22.12.2016
      Was die alle wollen? Genau das gleiche was auch wir wollen oder schon haben. Herr Baskin hat es treffend formuliert. So schwer zu verstehen ist das nicht.
    • Hubertus  Frankenstein aus Wohlen
      22.12.2016
      Was die wollen? Die Schweiz hat eine arbeitende Bevölkerung, welche sehr viel leistet, um ihre Sozialwerke zu speisen. Und bei den Sozialwerken ist es halt so, dass die einen sie speisen und die andern davon leben.