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November 2002
Seit der Wahl von Samuel Schmid im Dezember 2000 liegen sich die SVP und ihr Bundesrat in den Haaren. Denn Schmid ist gegen den Willen seiner Partei gewählt worden. Die SVP bekämpft die Militärvorlagen des VBS-Chefs sowie den Uno-Beitritt, den Schmid befürwortet. Diese Differenzen verleiten Nationalrat Christoph Blocher schliesslich zu der Aussage, Schmid sei nur ein «halber SVP-Bundesrat».
Juni 2005
SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli schreibt sich angesichts Schmids Befürwortung des Schengen-Abkommens mit der EU in der «Weltwoche» in Rage. Er bescheinigt in seiner Kolumne dem Bundesrat «völlige Absenz einer Überzeugung». Und schlägt schliesslich völlig über die Stränge: «Wäre der Charakter ein lebenswichtiges Organ, man müsste Schmid künstlich am Leben erhalten.»
Februar 2008
Der von der eigenen Partei zunehmend unter Beschuss stehende Verteidigungsminister wagt es, die SVP öffentlich zu kritisieren. An einer Rede zur Eröffnung der Basler Mustermesse geisselt er das Oppositions-Gehabe der Volkspartei. Zudem warnt er vor einem Referendum gegen die Erweiterung der Bilateralen auf Rumänien und Bulgarien. Die Retourkutsche der SVP kommt postwendend. Parteipräsident Ueli Maurer poltert gegenüber «10 vor 10»: «Für unsere Parteimitglieder ist Samuel Schmid so gut wie klinisch tot.»
Juni 2008
Hinter der Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf an die Stelle von Bundesrat Blocher im vergangenen Winter wittert die SVP eine Verschwörung. Damit solle die Spaltung der SVP vorangetrieben werden, mutmasst Hermann Weyeneth. Der Berner Ex-Nationalrat hat sich bisher immer tapfer vor Samuel Schmid gestellt, wenn dieser ins Kreuzfeuer geriet. Doch «dass er nun aus persönlichen Motiven die Berner Partei spaltet, ist für mich absolut inakzeptabel», wirft Weyeneth seinem ehemaligen Gefährten in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vor. Und vergreift sich arg im Ton: «Wenn ich mich nach all dem noch im Spiegel sähe, müsste ich mich übergeben.»
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